26.05.2021 06:05 |

Mediziner warnt

Wettlauf gegen die Folgen der Lockerung

Salzburg steht derzeit gut da, zumindest was die Infektionslage betrifft. Die Corona-Ampel steht auf Orange, die Ansteckungen sind so niedrig wie zuletzt im Herbst. Das veranlasst Landeshauptmann Wilfried Haslauer, weitere Lockerungen zu fordern. Primar Richard Greil warnt: „Jeder Öffnungsschritt hat Folgen.“

Nach mehr als sechs Monaten hat sich Salzburg wieder aus dem Corona-Strudel befreit. Die Infektionszahlen sind so niedrig wie zuletzt im Herbst. Auch die Situation in den Spitälern hat sich entspannt. Am Dienstag lagen 30 Corona-Patienten im Krankenhaus, davon 13 auf der Intensivstation.

Lockdown zeigt noch immer seine Wirkung
Dazu hat neben dem gefühlt nie-enden-wollenden Lockdown vor allem die Impfung beigetragen. 38,2 Prozent der Salzburger haben bereits die erste Teilimpfung bekommen, 12,3 Prozent sind vollimmunisiert. „Durch den Lockdown haben wir etwa 75 Prozent der Kontaktmöglichkeiten heruntergefahren. Parallel dazu hat die Impfung gerade bei den über 80-Jährigen rasch Wirkung gezeigt“, verweist Infektiologe Richard Greil auf die noch immer anhaltende Wirkung der Corona-Maßnahmen.

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Jeder Öffnungsschritt hat nach vier bis acht Wochen Auswirkungen. Daher wäre ein unkontrolliertes Aufmachen nicht angemessen.

Infektiologe Richard Greil

Noch zu viele Salzburger können sich anstecken
Doch jetzt mit den Öffnungen der Gastronomie und Freizeitwirtschaft wird sich die Kurve bald wieder umkehren. „Jeder Öffnungsschritt hat nach vier bis acht Wochen Auswirkungen. Daher wäre ein unkontrolliertes Aufmachen nicht angemessen“, warnt der Infektiologe vor Nachlässigkeit. Wichtig sei, die Impfung rasch voranzutreiben. „Der entscheidende Punkt ist, wie viele Menschen sich noch anstecken können. Das sind derzeit noch immer rund 300.000 Salzburger – zu viele“, sagt Greil. Auch die zunehmende Reisetätigkeit bereitet ihm Sorgen. Mit einer hohen Durchimpfungsrate und kontrollierten Öffnungsschritten könne man die Krise aber meistern.

Landeshauptmann Wilfried Haslauer fordert indes weitere Lockerungen. Die Einreise-Registrierung müsse fallen, für Proben und das Vereinsleben brauche es eine praktikable Lösung und auch die Sperrstunde um 22 Uhr soll nach hinten verschoben werden.

Magdalena Mistlberger
Magdalena Mistlberger
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