Bereits am Mittwoch dieser Woche standen zahlreiche Öffi-Nutzer im wahrsten Sinne des Wortes im Regen, weil Schachner es so wollte. Hintergrund der gewerkschaftlichen Machtdemonstration: Schachner verlangt eine größere Gehaltserhöhung für seine "GVBler". Die Stadt hat für ihre Mitarbeiter ja die Vorgaben des Bundes übernommen - plus 25,50 Euro oder maximal 0,85 Prozent. Für Schachner ist das zu wenig. Am Montag wird noch einmal verhandelt.
Aber Holding-Graz-Chef Malik bleibt hart. Er wäre nur zu einem Jubiläumsgeld bereit, weil die Holding Graz 50 Jahre alt ist. Schachner, so wird der "Krone" bestätigt, hat intern angekündigt, die Öffis an zwei Tagen stillstehen zu lassen - schon kommende Woche. In der Holding Graz arbeitet man nun fieberhaft daran, dass die Grazer trotzdem zur Arbeit, ins Spital usw. kommen.
Bei allem Verständnis für gewerkschaftliche Anliegen - aber so geht es nicht, dass die Fahrgäste büßen müssen, weil die "GVBler" mehr Gehaltserhöhung als ihre Kollegen in der Stadt oder im Bund wollen und Schachner die Grazer für seinen Betriebsratswahlkampf im Regen stehen lässt. Dass Schachner das für ihn positive Ergebnis der Betriebsratswahl am Donnerstag dann auch noch via Lautsprecher in den Öffis verkünden ließ: Das ist eine Verhöhnung der Öffi-Nutzer.
von Gerald Richter, "Steirerkrone"
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