20.05.2021 11:33 |

Weltbienentag

Öffi-Netz und Autobahnen: Neue Heimat für Bienen

Pünktlich zum Weltbienentag am Donnerstag summt es bereits gehörig neben der Wiener U1-Station Leopoldau. Auf der nahe gelegenen Wiese wurden die ersten Bienenstöcke in Position gebracht, um Bienenvölkern künftig einen neuen Lebensraum zu bieten. Bis zum Sommer 2022 sollen rund zwei Millionen Bienen im Wiener Öffi-Netz angesiedelt werden - also eine Biene für jeden Wiener. Doch auch entlang der österreichischen Autobahnen haben Bienen eine neue Heimat gefunden.

Seitens der Wiener Linien wolle man damit „ein klares Zeichen gegen das Bienensterben und für den Klimaschutz zu setzen“. „Wo auch immer es uns möglich ist, verwandeln wir ungenützte Grünflächen in Lebensräume“, so Alexandra Reinagl, Geschäftsführerin der Wiener Linien.

Entlang der Schienen gebe es oft ungenutzte Flächen, wo sich unzählige Blütenpflanzen ansiedeln. „Das ist die ideale Bio-Nahrungsquelle für Bienen, ganz ohne Pflanzenschutzmittel“, erklärte Reinagl.

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Artenvielfalt ist gelebter Klimaschutz.

Öffi-Stadtrat Peter Hanke

„Es freut mich, dass die Wiener Linien zwei Millionen Bienen, also pro Einwohner in Wien eine Honigbiene, haben werden“, meinte dazu Wiens Öffi-Stadtrat Peter Hanke. „Wien ist seit Jahren im internationalen Ranking die lebenswerteste Stadt der Welt. Damit wir das weiterhin bleiben, ist es wichtig, auch ein gutes Zuhause für Bienen zu sein“, betonte er.

Gesumme auch an den Gleisen
Doch auch landesweit wird eifrig für den Erhalt der Blütenbestäuber gekämpft. Entlang der Gleise des österreichischen Bahnnetzes werden ebenfalls künftig Bienen Einzug halten. An acht Standorten sollen insgesamt 60 Bienenstöcke mit rund 3,8 Millionen Bienen angesiedelt - und zwar unter dem Projektnamen „Schienenbienen“.

Zudem würden die Hauptbahnhöfe Österreichs am Weltbienentag ihre „süße“ Seite zeigen, hieß es auf Twitter (siehe oben) weiter: Sie wurden „in Bienen-Stationsnamen“ verwandelt, so die ÖBB.

Bienen-Heimat entlang der Autobahnen
Auch die Asfinag startete vor einigen Wochen das Projekt „Bee Highway - Bee Happy“. Entlang der österreichischen Autobahnen wurden mittlerweile von Mitarbeitern, die sich in ihrer Freizeit als Imker um Bienen und Honigproduktion kümmern, bereits 50 Bienenvölker angesiedelt.

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Bis zu drei Millionen Bienen finden jetzt an Blühflächen und in den Nahbereichen der Autobahn Platz.

Asfinag-Vorstand Hartwig Hufnagl

„Es sind ungewöhnliche, aber umso wichtigere neue Anrainer an unseren Autobahnen. Bis zu drei Millionen Bienen finden jetzt an Blühflächen und in den Nahbereichen der Autobahn Platz“, so Asfinag-Vorstand Hartwig Hufnagl. In Zukunft wolle man noch mehr Flächen für Insekten nutzbar machen, wurde betont.

Auch das Heer setzt auf die Bienen
Das Bundesheer setzt unter dem Motto „Geht‘s den Bienen gut, geht‘s uns allen gut“ ebenfalls auf die nützlichen Insekten. Bereits jetzt werden in einigen Kasernen wie der Schwarzenberg-Kaserne in Salzburg oder auch Belgier-Kaserne in Graz Honigbienen von Soldatinnen und Soldaten betreut. Nun folgt die Kaserne in Wien-Hietzing.

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Mit unserem Engagement und Initiativen können wir der Natur ein Stück zurückgeben und sie schützen.

Verteidigungsministerin Klaudia Tanner

„Ich freue mich, dass das Bundesheer in einigen Kasernen bereits Bienenstöcke betreut, und so den lebensnotwendigen Insekten ein Zuhause gibt. Darüber hinaus wollen wir gemeinsam mit dem Tiergarten Schönbrunn auch in der Wiener Maria-Theresien-Kaserne Bienenstöcke aufbauen. Mit unserem Engagement und Initiativen können wir der Natur ein Stück zurückgeben und sie schützen“, meinte Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP). 

Honig wird übrigens bereits produziert. Aus der Bienenzucht im Akademiepark der Theresianischen Militärakademie stammt der sogenannte Maria-Theresien-Honig.

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