Um benachteiligte oder lernschwache Jugendliche in Tirol bei einem Lehrabschluss zu unterstützen, investiert das Land heuer 1,4 Millionen Euro für die überbetriebliche Lehrausbildung. Damit jeder junge Mensch möglichst die gleichen Chancen erhält.
Gedacht ist das Angebot der überbetrieblichen Lehre für jene Tiroler Jugendlichen, die beim AMS als „suchend“ vorgemerkt sind, die Schulpflicht abgeschlossen haben und trotz intensiver Bemühungen keine geeignete Lehrstelle finden oder die Lehre abgebrochen haben.
„Jeder junge Mensch in Tirol soll die gleichen Chancen haben, niemand wird zurückgelassen. Mit der überbetrieblichen Ausbildung als Teil der Fachkräfteoffensive des Landes bieten wir speziell jenen Jugendlichen Unterstützung an, die aus einem sozial benachteiligten Umfeld kommen oder lernschwach sind“, sagte die ehemalige Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf (ÖVP), auf deren Initiative die 1,4 Millionen € beschlossen wurden.
Insbesondere im technischen Bereich gebe es viele Chancen.
Lercher: „Kapital für eine gute Zukunft“
Erfreut über die Initiative zeigt sich auch Tirols AMS-Landesgeschäftsführer Alfred Lercher. Diese sei ein Auffangnetz für alle, die aus unterschiedlichen Gründen keinen Ausbildungsplatz finden. Im Ausbildungsjahr 2020/21 befanden sich 145 Jugendliche in entsprechenden Lehrgängen, 348 absolvierten eine Vorbereitung dazu. „Mehr als 70 Prozent finden innerhalb weniger Monate eine echte Lehrstelle“, rechnet Lercher vor, der zugleich betont, dass „gut ausgebildete junge Menschen unser Kapital für eine erfolgreiche Zukunft sind“.
Übrigens: Wer keinen regulären Lehrplatz findet, kann auch die gesamte Lehrzeit überbetrieblich absolvieren und somit ebenfalls zum Abschluss kommen.
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