Exakt 111 eigenbetriebene Filialen hat die Post noch - aber nicht mehr lange. Als nächstes müssen etwa Pinggau und Ligist dran glauben. Bis Ende 2012 soll die Zahl auf 89 (diese aber mit Standortgarantie) schrumpfen. Sie werden zugleich Post- und Bankfiliale der Bawag-PSK sein. Der Änderungsprozess biegt also in die Endphase.
Noch immer nicht gelegt hat sich die Aufregung. Einige Gemeinden wehren sich mit Händen und Füßen gegen die Schließung der Ämter, anderswo findet man schlicht keinen Postpartner. "Für Trafiken oder Nahversorger kann es ein zweites Standbein sein", wirbt Postsprecher Andreas Pachler.
Zufriedener Postpartner
Ein "Vorzeigebeispiel" ist Franz Kogler. Er hat seine drei Adeg-Märkte in Vorau, Grafendorf und Stubenberg zu Postpartnern gemacht und ist zufrieden: "Diese Dienstleistung für die Kunden ist ein Vorteil gegenüber den großen Handelsketten." Dass das Postgeschäft alleine aber keinen Gewinn abwirft, gibt auch Kogler zu. "Im Paket passt es aber." Gemeint ist: Mehr Frequenz durch die Poststelle bringt mehr Umsatz im Geschäft. Das können allerdings nicht alle seine Kollegen behaupten.
Die neuen Partner sind die eine Seite, die andere ist das Personal bei der "alten" Post. Hier haben viele Mitarbeiter neue Aufgaben: in einem anderen Amt, als Finanzberater, als Hilfe bei der Polizei oder als Betreuer der Postpartner. "Es ist sicher für viele Kollegen nicht lustig", weiß der Gewerkschafter Andreas Rindler. Die Veränderungen sind also rasant - auch in Gnas, wo es bald zu Socken auch ein paar Briefmarken gibt...
von Jakob Traby, "Steirerkrone"
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.