28.04.2021 10:30 |

Es tobt ein Streit

Bauernaufstand gegen die neuen Billa-Boxen

Ist so eine Billa-Box, wie sie bereits viermal in Oberkärnten steht, eine abgekupferte Idee? Immerhin haben Kärntner Bauern vor allem seit Pandemie-Beginn mit ihren Selbstbedienungshütten offenbar eine Marktnische entdeckt gehabt. Nur jetzt ziehen die Konzerne nach. Die freiheitlichen Bauern toben, die schwarze Politik ist gespalten und die Bürgermeister haben ein echtes Problem.

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Aus allen Rohren schimpfen die Blauen gegen die Billa-Boxen. FP-Kammerrat Roman Linder sieht den Versuch, „die bäuerlichen Direktvermarkter zu vernichten“, was hier passiere sei eine „Schande für den Bauernbund“.

Meinungen gehen auseinander
Ähnlich argumentiert auch Kammer-Vize Manfred Muhr und FP-Obmann Gernot Darmann glaubt, eine gespaltene ÖVP zu erkennen: „Für Wirtschaftsreferent Schuschnig sind die Billa-Boxen super, für Kammer-Präsidenten Mößler sind sie Mist und Agrarreferent Gruber hat überhaupt keine Meinung.“

Bürgermeister in Zwangslage
Der Landwirtschaftskammer-Boss hat ja unterdessen den Bürgermeistern einen Brief geschrieben. Sie mögen bitteschön den bäuerlichen Selbstbedienungshütten Vorrang geben. Was wiederum die Bürgermeister in die Bredouille bringen kann. „Wenn Vorschriften eingehalten werden, muss ich eine Billa-Box genehmigen. Sonst mache ich mich strafbar“, kommentiert es ein Bürgermeister.

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Die Möglichkeit, rund um die Uhr offen zu halten, soll bäuerlichen Direktvermarktern vorbehalten bleiben.

so Agrarreferent Martin Gruber am Dienstag.

Vier Billa-Boxen in Oberkärnten
Derzeit stehen die in Kooperation mit „myAcker“ entwickelten Konzern-Boxen in Dellach, Baldramsdorf, Flattach und Mörtschach und bieten auf zehn Quadratmetern 200 Produkte an, die zu einem Teil aus regionaler Produktion stammen. In nahversorgerlosen Gemeinden sind sie jedenfalls durchaus willkommen.

Mehr zum Thema:
Interviews mit dem Klagenfurter Billa-Vorstand Robert Nageler sowie Landwirtschaftskammer-Präsident Johann Mößler lesen Sie in der Mittwoch-Ausgabe der „Krone“.

Fritz Kimeswenger
Fritz Kimeswenger
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