18.04.2021 16:00 |

Förderung vom Land

Aktion „Raus aus Gas und Öl“ nun für alle leistbar

Seit Juli 2020 gibt es bereits den „Raus aus Öl“-Bonus - für Umsteiger ein Zuschuss von 3000 Euro. Demnächst soll der Heizkesseltausch für einkommensschwache Haushalte mit 70 bis 100 Prozent gefördert werden, dazu hat das Land Tirol vom Bund bis zu 100 Millionen Euro zur Verfügung gestellt bekommen. Als Voraussetzung dazu muss man auf eine ökologischere Heiz-Alternative umsteigen.

„Ich denke hier besonders an Pensionistinnen und Pensionisten, die zwar ein eigenes Haus haben, aber ein geringes Einkommen. Für viele von ihnen war der Tausch einer alten Heizung bisher kaum leistbar“, äußert sich Klubobmann Gebi Mair (Die Grünen) zur neuen „Raus aus Öl und Gas“-Förderung. Gefördert wird der Umstieg von Gas/Öl auf andere Heizwärmequellen. In Österreich heizen rund 300.000 Haushalte im untersten Einkommensbereich noch mit fossilen Energieträgern - hier vor allem mit Gas und Öl.

Die Voraussetzungen:

  • Gefördert wird einerseits der Tausch einer bestehenden, mit fossilen Brennstoffen betriebenen Gebäudezentralheizung auf eine neue Zentralheizung auf Basis erneuerbarer Energieträger oder Fernwärme. Auf derselben Basis wird andererseits auch der Einbau einer Zentralheizung im Zuge einer Zusammenlegung des Heizsystems gefördert.
  • Bei der Bemessung der Förderhöhe (bis zu 100 Prozent) wird Vermögen und Erspartes nicht berücksichtigt.
  • Gefördert wird die unterste Einkommensschicht. Bei einem Ein-Personen-Haushalt wäre das ein Netto-Monatseinkommen (zwölf Mal) bis höchstens 1450 Euro.

Gut für den Klimaschutz
„Klimaschutz soll nämlich nicht nur etwas für diejenigen sein, die ihn sich leisten können. Klimaschutz und soziale Ausgewogenheit gehören unbedingt zusammen. Wer eine alte Ölheizung gegen eine moderne Heizung tauschen kann, spart nämlich auch in Zukunft Betriebskosten und damit bares Geld und hilft zugleich dem Klima“, so Mair. Erst kürzlich hatte der Rechnungshof Österreich ein vernichtendes Urteil in Sachen Klimaschutz erteilt, Tirol ist dabei Österreichs Schlusslicht.

Nadine Isser
Nadine Isser
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