Vor 500.000-Marke

„Impf-Meilenstein“ in Niederösterreich steht bevor

Morgen nehmen die ersten Impfzentralen in Niederösterreich ihren Betrieb auf, kommende Woche werden dann 500.000 Menschen im Land zumindest die erste Dosis gegen das Coronavirus erhalten haben.

Meilenstein in der blau-gelben Impfstrategie: Bereits kommende Woche sollen 500.000 Personen in Niederösterreich geimpft worden sein. Und viele weitere werden bald folgen, heißt von den Verantwortlichen des Landes. Die große Hoffnung auf den kleinen Stich – sie rückt für immer mehr Landsleute also in greifbare Nähe. Wie eine Statistik (siehe Grafik) des Teams von Notruf Niederösterreich zeigt, soll mehr als ein Drittel der Landsleute bis Ende Mai durchgeimpft werden. Einige Tage später als ursprünglich geplant wird zudem die Marke von einer halben Million zwischen Enns und Leitha immunisierten Personen erreicht. „Diese Zahl darf man aber nicht eins zu eins auf geimpfte Niederösterreicher umlegen“, heißt es. Denn beinahe 100.000 Personen aus anderen Bundesländern sind hier mit eingerechnet. „Einige Zehntausende davon stammen aus Wien“, wie auf Anfrage bestätigt wird. Im Gegenzug haben auch viele Niederösterreicher in der Bundeshauptstadt Termine erhalten.

In die Gänge kommen soll der viel zitierte Impf-Turbo – nach dem Stotterstart – dann wiederum durch die Impfzentren. Schon morgen sollen, wie berichtet, 14 der insgesamt 20 Stationen an den Start gehen. „Damit sind wir ideal auf die von der Bundesregierung angekündigten größeren Liefermengen eingestellt“, betonen der für die Kliniken zuständige Landesvize Stephan Pernkopf und Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig. Eine rasche Aufteilung auf die bisher rund 500 Impfstellen im Land wäre logistisch nicht machbar, heißt es. Die neuen Standorte in jedem Bezirk werden von Montag bis Freitag jeweils von 14 bis 20 Uhr sowie an Wochenenden und Feiertagen von 8 bis 18 Uhr geöffnet sein.

Wartelisten nun auch für Jüngere
Viele Niederösterreicher könnten durchaus schneller zum Zug kommen, als bisher gedacht. Der Notruf NÖ hat offizielle Wartelisten eingerichtet. „Damit wir am Ende des Tages keinen Impfstoff verwerfen müssen“, wird betont. Online vormerken kann sich jeder, der innerhalb von 30 Minuten nach Anruf in einer der Zentralen sein kann.

Nikolaus Frings
Nikolaus Frings
Thomas Lauber
Thomas Lauber
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