15.04.2021 11:30 |

Damit immer Licht ist

Das Kärntner Stromnetz wird ständig überwacht

Wir sind es gewohnt, dass auf Knopfdruck das Licht angeht, egal, ob es draußen stürmt oder schneit. Das Smartphone lädt, wenn es an der Steckdose hängt und der Kaffeevollautomat versorgt uns täglich mit frischem Espresso. Doch damit dieser jederzeit und fast überall zur Verfügung steht, braucht es Spezialisten. Seien wir ehrlich, ein Leben ohne Strom ist für uns so gut wie undenkbar. Dafür blickten wir in die zentrale Netzleitstelle der Kärnten Netz GmbH.

24 Stunden, sieben Tage pro Woche, wird von hier aus das 18.300 Kilometer lange Kärntner Stromnetz mit 50 Umspannwerken und 7300 Trafostationen überwacht. Der genaue Standort der Leitstelle ist geheim. Es gilt die höchste Sicherheitsstufe, die Fenster sind kugelsicher und Panzerstahl wurde verbaut. „Auch wenn in ganz Kärnten das Licht aus geht, hier drinnen wird es nie dunkel“, erklärt uns Abteilungsleiter Robert Schmaranz. Immerhin geht es um die Stromversorgung von 308.000 Kunden.

Kommuniziert wird über ein eigenes Kommunikations- und Funknetz. „So halten wir sicheren Kontakt zu unseren 109 Störungsmonteuren.“

Weil das Wetter mit Sturm, Starkregen und Gewitter sowie Rekordschneefällen immer öfters verrückt spielt, nehmen auch die Störungen zu. Doch das Kärnten Netz-Team ist bestens geschult und auf alle Eventualitäten vorbereitet.

„Selbst bei einem Blackout sind wir in der Lage, große Teile von Kärnten innerhalb eines Tages aus eigener Kraft wieder zu versorgen“, so Schmaranz.

Denn die Kraftwerke des Kärntner Stromerzeugers Kelag sind schwarzstartfähig, können also unabhängig vom Stromnetz hochgefahren werden.

Leitstellen-Mitarbeiter wie Stefan Leithinger trainieren deshalb regelmäßig mit Kollegen aus ganz Österreich auf Simulatoren in Deutschland die verschiedensten Szenarien, um zu wissen, was bei einem Blackout zu tun ist.

Und wir Kunden können uns sicher sein, dass uns die Kärnten Netz GmbH nicht im Dunkeln lässt.

Hannes Wallner
Hannes Wallner
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