Ärger über Vorstand

Knalleffekt! Stöger hört als Austria-Trainer auf

Peter Stöger hört auf! Der Trainer der Wiener Austria wird den Verein im Sommer verlassen. Das gab der letzte Meistertrainer der Violetten im Interview mit „Sky“ direkt nach der 0:1 Niederlage gegen den TSV Hartberg bekannt. Zuvor hatte es geheißen, dass die Entscheidung, ob des auslaufenden Vertrags, in der kommenden Woche verkündet wird. Dem kam Stöger aber jetzt zuvor.

„Es sind einige Dinge, die zu dieser Entscheidung geführt haben. Es geht dabei auch um Rahmenbedingungen und Strategien“, so Stöger direkt nach dem Spiel. Vor der Partie gab AG-Vorstand Markus Kraetschmer, der seinen ebenfalls auslaufenden Vertrag verlängert hat, noch bekannt, dass die Entscheidung in dieser Woche verkündet werde. 

Stöger überrascht
Von diesen Aussagen war Stöger überrascht. „Ich habe das gehört und deshalb sage ich es jetzt so. Das Gespräch war nett gestern mit dem Präsidenten, damit ist das heute am Tisch. Offensichtlich ist es nicht überall im Verein so angekommen. Ich mag da jetzt auch nicht drei, vier Tage darüber diskutieren, wenn dann einer kommt und sagt: ,Ja, wir machen´, wir gestern aber anderes beschlossen haben“, so der 54-jährige.

Außerdem betonte Stöger, es habe von seiner Seite kein Ultimatum gegeben, auch an seinen Gehaltsvorstellungen sei eine weitere Tätigkeit nicht gescheitert. „Die Vertragsgestaltung war kein Grund, so weit sind wir gar nicht gekommen“, erklärte der Austria-Meistermacher von 2013.

Stöger ist damit noch die acht verbleibenden Runden in der Qualifikationsgruppe im Amt - und eventuell im Play-off um einen Platz in der Qualifikation für die neu geschaffene Conference League. „Ich werde versuchen, den siebenten Platz (Anm.: gleichbedeutend mit dem ersten Platz in der Quali-Gruppe) zu holen und einen internationalen Bewerb zu schaffen“, kündigte Stöger an.

„Ohne Honorar“
Für ihn geht es auch um die Ziele, die die Austria hat. „Ich sehe die Zielsetzung als schwierig an. Aber ich werde dem Verein immer treu bleiben und zur Seite stellen, wenn man meinen Rat irgendwann will - ohne Honorar. Da bin ich immer da und werde mein Wissen einbringen. Aber in einer Funktion sehe ich mich ab Sommer nicht mehr.“

Der Ex-Teamspieler kam im Juli 2019 als Sportvorstand zur Austria und sollte am Verteilerkreis eine neue, schlagkräftige Mannschaft aufbauen. Stattdessen war der frühere Köln- und Dortmund-Coach vor allem mit wirtschaftlichen Baustellen und Sparzwängen konfrontiert.

In seinem ersten Jahr schaffte es die Austria mit Trainer Christian Ilzer nicht in die Meistergruppe und verpasste danach im Play-off einen Europacup-Platz. Danach übernahm Stöger selbst den Trainerjob, doch auch unter seiner Führung landeten die Violetten nur in der Qualifikationsgruppe. Dort liegt man nach der Niederlage in Hartberg an zweiter Stelle.

Quelle: APA

Sebastian Farkas
Sebastian Farkas
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