Es war ein schwieriger Einsatz für alle von uns. Beim Eintreffen habe ich gesehen, dass der Notarzt eine Person wiederbelebte, eine zweite Person war bereits für tot erklärt worden. Dann haben wir festgestellt, dass sich eine dritte Person noch in dem Auto befand. Wir mussten sie dann mit hydraulischem Rettungsgerät befreien. Leider kam für alle der drei Männer am Freitag jede Hilfe zu spät.
Wie ging es danach weiter für Sie und ihre Männer?
Wir haben an der Unfallstelle aufgeräumt. Die Straße war für Stunden komplett gesperrt. Um 1 Uhr in der Nacht konnten wir sie wieder freigeben.
Was geht nach solchen Erlebnissen im Kopf eines Feuerwehrmann vor?
Natürlich geht solch ein tragisches Ereignis allen nahe. Der Einsatz hat eine Nachbesprechung – unter Einhaltung der Corona-Regeln – nötig gemacht. Wir haben uns danach in der Fahrzeughalle im Stehen, mit Maske und Abstand, versammelt und darüber gesprochen. Gerade für die jungen Kameraden ist das besonders wichtig.
Die Lamprechtshausener Straße gilt als gefährliche Strecke. Wie oft kommt es zu solch heftigen Kollisionen in Anthering?
Das stimmt. Dennoch sind die letzen gravierenden Vorfälle lange her. Ich erinnere mich an eine Serie von Lkw-Unfällen vor mehr als zehn Jahren. Das was am Freitag passiert ist, ist aber besonders tragisch.
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