09.03.2021 11:00 |

Für Über-65-Jährige

Interesse an Impfung im Pongau ist groß

Die Über-65-Jährigen in zwei Gemeinden im Pongau und einer im Pinzgau werden vorzeitig geimpft. Dem Vorsitzenden der Pongauer Bürgermeisterkonferenz, Bernhard Weiß, ist das jedoch nicht genug. Er macht sich für eine Impfstudie nach Tiroler Vorbild stark.

In drei Salzburger Gemeinden ist das Infektionsgeschehen so groß, dass dort alle Über-65-Jährigen geimpft werden. In Bad Hofgastein soll das mittels einer Impfstraße vom Roten Kreuz, in Unken und Radstadt mit den Impf-Ordinationen im Lauf der nächsten zwei Wochen umgesetzt werden. „Das sollte kein Problem sein, die Kapazitäten sind durchkalkuliert“, hieß es von einem Sprecher des Landeshauptmanns. Eine Impfordination gibt es in Unken, drei in Radstadt und weitere drei im benachbarten Altenmarkt. An jeweils drei Tagen sollen so ungefähr 1600 Personen geimpft werden – am Montagnachmittag gab es bereits 1325 Anmeldungen.

Pongau soll auch Teil einer Impfstudie werden
„Wir hatten die letzten Tage eine Inzidenz von über 500“, betont der Pfarrwerfener Ortschef Bernhard Weiß (ÖVP), Vorsitzender der Pongauer Bürgermeisterkonferenz. Nach dem Vorbild des Tiroler Bezirks Schwaz fordert Weiß die Durchimpfung des gesamten Pongaus im Rahmen einer EU-Studie. Weiß deponierte den Vorschlag am Montag beim Ministerium. Gesundheitsreferent Christian Stöckl zeigt Verständnis für die Initiative, betont jedoch: „Den Impfstoff müsste die EU bereitstellen, am Salzburger Impfplan darf sich nichts ändern.“

Wegen der hohen Inzidenzwerte kann man Bad Hofgastein und Radstadt seit Freitag nur mit negativem Covid-Test verlassen. Unken ist nicht abgeriegelt, weil die hohen Zahlen auf ein einziges Cluster zurückzuführen sind.

NP/ MS

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