Schutzzonen für Wildtiere, die kein Mensch betreten darf: Über diese Forderung vieler in Zeiten, wo Corona-bedingt Massen die Wälder stürmen, haben wir berichtet, auch von den positiven Reaktionen darauf. Von drei steirischen Landesräten kommt passend dazu eine Kampagne zur Bewusstseinsbildung für Skitourengeher & Co.
Landesrat Johann Seitinger will das Thema ausgewiesene Schutzzonen bei der nächsten Novellierung des Jagdgesetzes aufs Tapet bringen, setzt aber vor allem auf Eigenverantwortung. Leider ist es derzeit aber so, dass vielfach Hinweisschilder oder Infotafeln ignoriert, Zäune umfahren, Futterstellen überrannt oder Einstände zugeparkt werden. Unter dem Motto „Weil ich die Natur liebe“ setzt Seitinger in Kooperation mit Barbara Eibinger-Miedl (Tourismus) und Christopher Drexler (Sport) auf Aufklärung darüber, dass unser Erholungsraum für das Wild Lebensraum ist.
Die Sujets umfassen drei verschiedene Motive zu Skitouren, Schneeschuh- und Winterwandern und zeigen fünf Gründe auf, warum sich die Natur über Besucher „freut“ („Ich bin nur tagsüber unterwegs und weiche Futterstellen sowie Wildtieren aus“, „Ich genieße die Natur still und lasse keinen Abfall zurück“ etc). Sie werden auf sozialen Netzwerken gepostet, gehen an Tourismusvertreter, alpine Vereine, die Bergrettung, die Landwirtschaftskammer und weitere Institutionen.
Und vielleicht lernt der eine oder andere ja daraus, dass der Lebensraum der Wildtiere, die im Winter hart ums Überleben kämpfen sowie Ruhe und Rückzug brauchen, zu respektieren ist.
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