03.02.2021 21:00 |

Saalbach 1991

Warum die Sonnen-WM kurz sogar abgesagt war

Vor 30 Jahren ging in Saalbach-Hinterglemm die 31. alpine Ski-WM zu Ende. Eine WM, bei der 14 Tage lang die Sonne schien – und die auch für Salzburgs Skiverband höchst erfolgreich war. Dabei stand die „Sonnen-WM“ aufgrund des Golf-Krieges knapp vor einer Absage. Der damalige Salzburger Sicherheitsdirektor Anton Stenitzer hat dies verhindert.

Die 46. Ski-WM in Cortina steht vor der Türe. Vor 30 Jahren, von 22. Jänner bis 3. Februar 1991, waren in Saalbach-Hinterglemm die 31. Weltmeisterschaften voll im Gange. Titelkämpfe, die als „Sonnen-WM“ in die Geschichte eingingen, weil es 14 Tage lang nur blauen Himmel gegeben hatte.

Weltpolitisch waren dunkle Wolken aufgezogen
Aber unmittelbar zuvor waren weltpolitisch dunkle Wolken aufgezogen. Der Golfkrieg war erneut ausgebrochen, insbesondere die Sicherheit der die US-Athleten schien gefährdet. Keiner wollte zunächst für deren Sicherheit garantieren. Es folgten hitzige Sitzungen. „Die WM war dann etwa eine Viertelstunde lang abgesagt“, erinnert sich Skiclub-Boss Bartl Gensbichler, damals Rennleiter bei den Herren.

„Sonst hätte es keine WM gegeben“
Aber: es gab es eine Lösung. „Der Salzburger Sicherheitsdirektor Anton Stenitzer hat die Verantwortung übernommen, ansonsten hätte es keine WM gegeben“, betont Gensbichler. Von der Sicherheitsdirektion war eine eigene Truppe abgestellt worden. Am Ende ging alles gut.

Noch heute gilt Dank an Stenitzer
Dankbar ist Gensbichler dem schon verstorbenen Stenitzer noch heute.

Nicht nur der Golfkrieg, auch der Todessturz von Gernot Reinstadler kurz zuvor in Wengen hatte Auswirkungen. „Wir haben noch viel an zusätzlichen Sicherheitsvorkehrungen an der Strecke verbauen müssen“, weiß Bartl.

Salzburger nützten den Heimvorteil
30 Jahre danach überwiegen die positiven Erinnerungen. Fünf Goldene für Österreich, darunter dank Petra Kronberger (Abfahrt), Ulli Maier (Super G) und Rudi Nierlich (RTL) drei für Salzburgs Skiverband. Dazu weitere Salzburger Medaillen durch Ulli Maier, Thomas Stangassinger und Ingrid Stöckl. „Und als zum Abschluss nach Nierlichs Goldener Österreichs Hymne gespielt wurde, begann es zu schneien“, erzählte Gensbichler. Nicht nur der Wettergott hatte es damals gut gemeint mit Saalbach.

Herbert Struber
Herbert Struber
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