„Meine Welt ist rosa“

„Barbie-Hund“: Besitzerin zeigt keinerlei Einsicht

Die Geschichte rund um den rosa gefärbten Hund geht in die nächste Runde. Auf die Frage der „Krone“, warum die Besitzerin des „Barbie-Hundes“ auf die Idee kam, die Fellfarbe ihres Hundes zu färben, antwortete die Hundehalterin: „Meine Welt ist einfach rosa und ich liebe pink.“ Zuvor hatte sie mit ihrem rosa gefärbten Malteser im Internet Entsetzen ausgelöst.

Sie heißt Chanel, ist ein Jahr alt und ein Zwergmalteser. Die kleine Hündin hat in ihrem kurzen Leben schon einiges erdulden müssen: Offenbar unüberlegt angeschafft, wurde sie nach nur wenigen Wochen bereits an weitere Besitzer übergeben. Doch auch dieses neue „Frauerl“ sieht in Chanel wohl eher ein Spielzeug, denn ein Lebewesen. Wie sonst sollte man das Verhalten von Chanel-Mama Miriam M. sonst interpretieren? Welcher echte Hundefreund kommt auf die Idee, seinen Hund einzufärben, um ihn dann im Internet zu präsentieren?

Zahlreiche Anrufe und Postings erreichten die „Krone“ und unsere „Tierecke“, nachdem das Foto des rosa gefärbten Hundes veröffentlicht wurde. Und auch die rosa-begeisterte Hundehalterin meldete sich in der Redaktion. Lachend und fröhlich erzählte sie, dass sie rein aus Langeweile agiert habe: „Sie wissen doch, Corona und so, was soll man denn sonst tun?“

Gegen Tierschutzgesetz verstoßen
Dass sie gegen das Tierschutzgesetz verstoßen habe, war ihr zum Zeitpunkt angeblich nicht bewusst, ließ sie wissen. Gleichzeitig aber betonte sie mehrmals sehr vehement, dass sie nicht daran denken würde, zu versuchen, die Farbe von Chanel wieder abzuwaschen: „Ich bin doch keine Marionette, ich habe immer getan was ich tun will - da interessiert mich gar nicht, was andere sagen“, so die Aussage von Miriam M. Außerdem verstehe sie die Aufregung überhaupt nicht, weil die Farbe keine Chemie beinhalten würde. (Das wird bezweifelt, wir werden das überprüfen lassen, Anm.)

Im Gespräch informierte „Krone“-Tierecke-Leiterin Maggie Entenfellner Chanel-Besitzerin Miriam M., dass auf dieses Vergehens Strafen von bis zu 15.000 Euro drohen. Doch auch dies beeindruckte die Hundehalterin scheinbar nicht.  Alle Informationen wurden an die zuständigen Behörden übergeben - und die „Krone“-Tierecke wird weiter an diesem Fall dranbleiben.

Der Gesetzgeber hat völlig zu Recht dieses Verbot erlassen! Es ist eine Form der Tierquälerei, denn Haarfärbemittel sind nicht für Tiere geeignet! Es kann zu extremen Reaktionen und Allergien kommen, bis hin zu Blindheit oder sogar Hautablösungen. Hinzu kommt, dass sich Hunde und Katzen das Fell lecken und putzen und dadurch die Schadstoffe auch in den Magen gelangen.

Maggie Entenfellner, Kronen Zeitung

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Samstag, 18. September 2021
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