Neue Technologie

Steirisches Start-up entlarvt „Fake News“

Steiermark
18.01.2021 07:00

Stichwort Impfen: Krude Verschwörungstheorien und billige „Fake News“ rund um Corona haben aktuell im Internet und auf sozialen Kanälen Hochkonjunktur. Ein steirisches Jungunternehmen steuert nun dagegen: Das Start-up Factinsect überprüft den Wahrheitsgehalt von Online-Nachrichten - mit einer neuen Technologie.

Hinter den manipulativen Lügen oder Halbwahrheiten stecken meist knallharte finanzielle Interessen - „Fake News“ sind zum Geschäftsmodell avanciert. „Die Motive sind oft banal: Es geht darum, Online-Klicks zu erzielen, um damit Geld zu verdienen, oder politische Propaganda zu betreiben“, erklärt Silja Kempinger. Die studierte Sozialökonomin hat gemeinsam mit Software-Entwicklerin Romana Dorfer das steirische Hightech-Unternehmen Factinsect ins Leben gerufen.

„Mit unserer Entwicklung helfen wir, die Informationsflut im Internet besser einzuordnen. Unsere Technologie betreibt dabei keinerlei Zensur, sondern gibt lediglich Orientierung zu Glaubwürdigkeit und Wahrheitsgehalt“, erklärt die gebürtige Fohnsdorferin Dorfer.

Falsche Infos werden orange markiert. (Bild: Factinsect)
Falsche Infos werden orange markiert.

Künstliche Intelligenz am Werk
Wie das System funktioniert? Mithilfe von künstlicher Intelligenz werden die zu überprüfenden Informationen mit als seriös eingestuften Nachrichtenquellen abgeglichen. Das Ergebnis bekommt der Endnutzer als Ampelfarbe präsentiert: Bestätigte Informationen werde grün markiert, widersprüchliche oder fehlerhafte orange. „Unser Ziel ist es, Vertrauen in gesichertes Wissen wiederherzustellen“, betonen die beiden Geschäftsführerinnen.

Schon bald soll die kostenpflichtige Version der App am internationalen Markt ausgerollt werden, mobile Anwendungen und Video-Checks sind ebenfalls in Entwicklung. Gefördert werden die Gründerinnen vom Science Park Graz, der Jungunternehmerschmiede der Grazer Universitäten.

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