13.01.2021 12:30 |

781.081 Steirer

Austritte: Weniger Katholiken in der Steiermark

Die Katholische Kirche Steiermark hat am Mittwoch die Zahlen zu den Kirchenaustritten im Jahr 2020 veröffentlicht. Dabei zeigt sich: Im Vergleich zum Vorjahr gab es weniger Austritte, insgesamt sind es dennoch 1,6 Prozent weniger Katholiken in der Steiermark.

Mit Stichtag 31. Dezember 2020 gab es in der Steiermark 781.081 Katholikinnen und Katholiken; das sind 1,6 Prozent weniger als im Vorjahr. Ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung liegt somit aktuell bei rund 63 Prozent, wie die Diözese Graz-Seckau schreibt.

Im Jahr 2020 traten demnach 9821 Personen aus der katholischen Kirche in der Steiermark aus. Das sind um 15 Prozent oder 1796 Austritte weniger als im Vorjahr. Die Zahl der Katholiken sinkt weiter, sagt Thomas Stanzer, Sprecher der Diözese: „Uns tut es um jede und jeden leid, die oder der unsere Gemeinschaft verlässt und es ist uns wichtig zu betonen, dass die Katholische Kirche Steiermark natürlich für alle da ist, die Hilfe brauchen - sei es ganz konkret über unsere Caritas oder in Form von spiritueller Begleitung oder mit vielen weiteren Angeboten.“

Neben den Austritten sind im vergangenen Jahr 920 Personen wieder in die Kirche eingetreten (2019 waren es 1114 Personen). 102 weitere haben ihren Austritt widerrufen (2019: 120 Menschen). Das sind jene Katholiken und Katholikinnen, die zunächst ihren Austritt erklärt hatten, aber innerhalb der Frist von drei Monaten wieder Abstand von diesem Schritt nahmen.

Seelsorge wurde in der Krise positiv angenommen
Die Gründe für die Austritte sind vielfältig. Insgesamt zeigt sich der gesamtgesellschaftliche Trend einer loseren Kirchenbindung, gleichzeitig wird im Krisenjahr 2020 das Festhalten sichtbar. „Vielen ist in diesem Jahr das Engagement der Kirche positiv aufgefallen. Auch die Bedeutung der Gemeinschaft ist in Zeiten von Isolation und Distanz wieder bewusster geworden“, sagt Edith Wieser, Leiterin der Kirchenbeitragsstelle der Diözese Graz-Seckau.

Aus Rückmeldungen wisse man, dass die Telefonseelsorge vielen Menschen im Land Halt gegeben hat. „Aus den vergangenen Jahren haben wir mitgenommen, dass die Qualität in der Seelsorge maßgeblich für das Verhältnis der Menschen zur Kirche ist“, sagt Edith Wieser.

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