11.01.2021 07:00 |

Steirerin im Porträt

„Maestra“: Steirische Frauenpower im E-Sport

Marlies „Maestra“ Brunnhofer ist die erfolgreichste Frau im österreichischen E-Sport. Die Grazerin blickt mit der „Krone“ auf ihre Karriere zurück.

Was Marlies „Maestra“ Brunnhofer betreibt, ist Leistungssport - allerdings einer, der nach wie vor gesellschaftliche Anerkennung sucht. Brunnhofer ist die erfolgreichste E-Sportlerin Österreichs. Ihre Disziplin: „League of Legends“, ein Online-Strategiespiel, in dem zwei Teams mit je fünf Spielern gegeneinander antreten. Mit der Organisation Aequilibritas eSports spielte sie als einzige Frau in der zweithöchsten Liga im deutschen Sprachraum.

Ihr Weg dorthin beginnt in der Kindheit. „Mein Papa hat mir mit fünf, sechs Jahren ein paar Computerspiele gezeigt“, erzählt die 24-jährige Grazerin. Dann spielte sie einige Jahre lang „eher draußen in der Natur“, bis sie mit 15 „League of Legends“ entdeckte. „Nach ein paar Jahren hab ich realisiert, dass ich ganz gut darin bin.“

Ob es in ihrem Umfeld Zweifel gab? „Meine Mama war ein bisschen skeptisch, weil ich noch in der Schule war - bis ich die ersten Turniere gewonnen habe. Mein Papa hat mich immer unterstützt.“

Karriere neben dem Studium
Neben ihrem Psychologiestudium in Graz, das sie kürzlich abgeschlossen hat, stieg „Maestra“ immer weiter auf. Mit der spanischen Organisation Movistar Riders trat sie bei Turnieren in Hongkong, Macau, Lissabon und Madrid an. „Das war sehr professionell. Wir hatten einen Coach, einen Manager, einen Sportpsychologen, der uns Meditationsübungen gezeigt hat.“

Zocker-Klischee nicht die Realität
Professioneller E-Sport ist also weitab des Klischees. „Wer Leistung bringen will, braucht Pausen. Wir gehen an die frische Luft, machen Sport. Bei dem spanischen Team waren Energy Drinks sogar verboten“, erzählt sie.

Welche Fähigkeiten muss man mitbringen? „Ein gewisses Talent, Hand-Augen-Koordination, aber auch Teamfähigkeit und Gewissenhaftigkeit.“ Nach drei Jahren wechselte „Maestra“ schließlich in das gemischte Team „Austrian Force“.

„E-Sport wird immer mein Hobby bleiben“
Im Herbst hat sie ihre aktive Karriere beendet, bleibt aber als Managerin und Analystin sowie Beraterin in einer Anwaltskanzlei in der Branche. Eines ist sicher: „E-Sport wird immer mein Hobby bleiben.“

Hannah Michaeler
Hannah Michaeler
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