18.12.2020 07:30 |

Steirische Taktgeber

Österreichs Cheftrainer haben die Kernöl-DNA

Sie haben bei den Nationalteams der Nordischen Kombination und Skispringerinnen das Sagen und sprechen allesamt die gleiche Sprache: nämlich Steirisch! Die „Steirerkrone“ sprach beim Weltcup-Wochenende in Ramsau am Dachstein mit den drei ÖSV-Cheftrainern, die für Rot-Weiß-Rot den Takt vorgeben. 

Christoph Eugen (Nordische Kombination Herren): Der Murauer ist seit 2012 Cheftrainer. Und er macht seine Sache gut: Er leitete den Umbruch ein, nachdem Arrivierte wie Felix Gottwald oder Mario Stecher die Karriere beendeten. Medaillen bei Großereignissen (wie der WM-Titel von Bernie Gruber 2015) fielen in seine Ära.

Doch der Steirer bleibt zielstrebig. Immerhin fehlt auch noch ein Cheftrainer-Sieg in der Ramsau. „Ein Ziel wäre ebenso einmal mit einem Athleten den Gesamtweltcup zu holen. Und ehrlicherweise würde ich auch bei Olympia-Gold nicht Nein sagen.“

Bernhard Aicher (Nordische Kombination Damen): Auch der 39-Jährige stammt aus Murau, kennt Herren-Pendant Eugen schon seit Kindheitstagen. „Wir sind zusammen aufgewachsen, haben Fußball gespielt. Nur ist er später nach Stams gegangen, ich bin in Eisenerz zur Schule gegangen. Der Kontakt ist aber nie abgerissen.“

Im NAZ Eisenerz hat Aicher (der es als Aktiver nicht ins Nationalteam geschafft hat) zuletzt auch seine Sporen als Trainer verdient, machte dort einen guten Job. Auch deshalb fiel die Wahl auf Aicher als erster Chef in der Damen-Weltcup-Historie.

Harald Rodlauer (Skispringen Damen): Für den gebürtigen Eisenerzer ist es schon die zweite Ära als Damen-Chef. Schon von 2011 bis 2014 leistete der 54-Jährige (der im Hauptberuf noch immer als Polizist in Niklasdorf arbeitet) bei den Skispringerinnen Pionierarbeit. Von 2014 bis 2018 arbeitete er mit seinem Kumpel Heinz Kuttin beim Herren-Sprungteam.

Dass seine Arbeit Früchte trägt, zeigte etwa letzte Saison der zweite Platz von Chiara Hölzl im Gesamtweltcup. Rodlauer hat Spaß an der Arbeit: „Als Trainer und als Polizist. Ich bin das mit Leib und Seele.“

Christoph Kothgasser
Christoph Kothgasser
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