15.12.2020 18:00 |

Zweite Heimat in Tirol

Künstlerin Egilson: Aus Isländerin wurde Hallerin

Die seit 2012 in Hall in Tirol lebende Künstlerin Svava K. Egilson hat Anfang Dezember ein neues Atelier in der Wallpachgasse 15. eröffnet. Durch einen Zufall wurde das romantische 400 Jahre alte Pförtnerhaus am Stiftsgarten für die Isländerin zum Domizil, welches in seiner Einzigartigkeit wie für sie geschaffen scheint.

Sie versprühen ein einmaliges Flair, die engen mittelalterlichen Gassen von Hall in Tirol. Von der Unter- in die Oberstadt führen sie und werden dabei von einem Ensemble Hunderter denkmalgeschützter Häuser flankiert. Wenn man mit offenen Augen durch die größte Altstadt Westösterreichs geht, wird auch der Ortsunkundige das eine oder andere Plätzchen fernab jedes Reiseführers entdecken, welches ihn zum Stehenbleiben und Staunen veranlasst. So ein Plätzchen ist das 400 Jahre alte Pförtnerhaus des ehemaligen Stiftsgarten am Ostende der Stadt. Ein eingeschossiges Haus mit dicken Steinmauern und kleinen Fenstern, welches heute noch, wie zu Beginn seines Entstehens, mit Holz und Kohlen in den kalten Monaten geheizt werden muss.

Dieser Umstand stellt für die 1966 in Reykjavík geborene Svava K. Egilson aber kein Problem dar. Eigentlich genießt sie es, da sie so mit ihrem nicht alltäglichen Domizil noch enger verbunden ist. Vor acht Jahren entschloss sich die Isländer Künstlerin aus mehreren Gründen heraus, ihren Horizont zu erweitern. Sie verabschiedete sich von ihrer Heimat, deren Charakteristik durch spektakuläre Landschaften, riesige Gletscher, Vulkane, Geysire und Thermalquelle geprägt ist und machte sich alleine mit einem Wohnmobil Richtung Kontinentaleuropa auf.

Bis heute hat die Verbundenheit zur Natur, aber auch der Glaube an das Mystische in Island nicht nur überlebt, sondern bestimmt das Leben der Menschen dort nachhaltig. Dies und eine Großmutter, die nähte und strickte, kann man als Wurzeln der Kreativität von Svava K. Egilson sehen. Sie selbst fasst dies mit folgende Worte zusammen: „Ich liebe es, mich in meiner Kunst zu verlieren und ich habe dabei meine Leidenschaft für das Recycling gefunden. Es gibt so viel an Übrigem in unserer Welt. Die Menschen, die mich kennen, sind großartig darin, mir solche Materialien zu bringen. Dabei finde ich Inspiration in Dingen, die sozusagen mich gefunden haben“.

Hubert Berger, Kronen Zeitung

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