Ein Haus aus Bäumen ist nicht gleich ein Baumhaus, auch wenn sich das der eine oder andere Junggebliebene vielleicht wünschen würde. Ein Haus aus Bäumen ist vor allem eines: modern und zeitgemäß. Das merkt man auch daran, dass der Holzbau boomt – und das mitten in der größten Wirtschaftskrise seit 2008.
Anteil stieg von 14 auf 24 Prozent
Der Holzbau bietet ökologische Pluspunkte. Dass CO2-Neutralität mittlerweile in der gesellschaftlichen Mitte angekommen ist, merkt man auch an den Zahlen: So stieg der Holzbauanteil in den letzten 20 Jahren von 14 auf 24 Prozent. „Bauen mit Holz wird Mainstream. Es besteht allerdings Luft nach oben“, fasst es Georg Binder, der Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft der österreichischen Holzwirtschaft proHolz, zusammen.
Imagewechsel
Das Baumaterial Holz hatte lange Zeit mit den Vorurteilen zu kämpfen, es sei zu teuer und zu kompliziert. Verbände und Hersteller bemühten sich indes, die Vorteile unter die Leute zu bringen: So bietet Holz einerseits einen technischen Vorteil durch den hohen Vorfertigungsgrad; die bereits erwähnte CO2-Neutralität; regionale Verfügbarkeit und hinzu kommt noch die hohe Wohnqualität durch das angenehme, gesunde Raumklima.
Brettersperrholz
Besonders im industriellen Bauen wird Brettersperrholz (CLT) immer beliebter: „Im ersten vollen Produktionsjahr 2020 verlassen voraussichtlich 30.000 m³ CLT unsre Werkshallen. Die zweite Ausbaustufe läuft, um bereits 2021 die Produktionskapazitäten zu verdoppeln“, freut sich Michael Pfeifer, CEO der Pfeifer Group, ein 2000 Mitarbeiter starkes Unternehmen an acht Standorten in Österreich, Deutschland und Tschechien mit Sitz in Imst.
Nadine Isser, Kronen Zeitung
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