Einsam steht Geschäftsführer Harald Trummer im Innenhof des Lokals (Bild) - wie fast immer seit der Eröffnung vor einem Jahr. Gerne würde er auch hier Gäste bedienen, es wäre ja alles vorhanden: 20 Sitzplätze, ein paar Tische, eine kleine Bar. Aber von der Bezirkshauptmannschaft kam nach monatelangem Warten im August ein "Njet".
Gutachten giftet Wirt
Inhaber Kurt Foith versteht die Welt nicht mehr. Besonders giftet ihn ein Gutachten des Amtsarztes. Dessen Argumente gegen den Gastgarten: Der Lärm würde um 7,5 Dezibel ansteigen, durch Zigarettenrauch wären die Bewohner des Nachbarhauses belästigt. Foith: "Dann müsste aber jeder Gastgarten schließen!"
Als im August ein neues Gesetz in Kraft trat, wurde der Innenhof für einige Tage, bis zum Bescheid der Behörde, geöffnet und war gut besucht. Probleme habe es keine gegeben, versichert Foith: "Wir sind ein stilvolles und gemütliches Lokal mit Business-Publikum, keine Spur von Komatrinkern."
Satte Umsatzeinbußen
Auf 30.000 Euro Umsatzeinbußen schätzen die Betreiber den bisherigen Schaden. Auch im Winter waren Veranstaltungen im Freien geplant. Die "Weinerei" hat Berufung beim Verwaltungssenat einlegt, der Ausgang ist ungewiss. Sicher ist nur: Es ist die nächste steirische Gastgarten-Farce.
von Jakob Traby, "Steirerkrone"
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