„Dank“ Corona

Neuverteilung der TV-Milliarden in Deutschland!

Die TV-Milliarden werden künftig etwas gleichmäßiger unter den 36 Klubs der Bundesliga und 2. Liga verteilt! Bei der Neuregelung des Verteilerschlüssels der rund fünf Milliarden Euro an Vermarktungs-Einnahmen wolle die Deutsche Fußball Liga (DFL) in den kommenden beiden Saisonen vor allem die Auswirkungen der Corona-Pandemie abfedern, sagte Liga-Geschäftsführer Christian Seifert am Montag in Frankfurt am Main.

In den beiden Jahren danach sollen dann der Leistungsgedanke, die Nachwuchsförderung und das Interesse an den jeweiligen Klubs etwas stärker gewichtet werden. Basis für die Ausschüttung aus der Vermarktung der nationalen Medienrechte in den Saisonen 2021/22 bis 2024/25 ist ein neues Vier-Säulen-Modell. Die Kategorie „Gleichverteilung“ macht in den ersten beiden Jahren 53 Prozent der Einnahmen aus, danach sind es noch 50 Prozent.

Die Leistung der vergangenen fünf Spielzeiten wird zunächst mit 42 Prozent, dann mit 43 Prozent gewichtet. Die Restsumme speist sich laut DFL aus den Säulen „Nachwuchs“ und „Interesse“. Auch die internationalen Erlöse werden nach einem neuen Schlüssel verteilt, der den jüngsten Streit unter den Klubs beenden soll. „Die Spreizung wird garantiert abnehmen im nationalen und internationalen Bereich“, versicherte Seifert.

Seifert rechnet mit Umsatzverlust von 2 Mrd. Euro
Seifert rechnet angesichts der Corona-Krise übrigens mit massiven Verlusten für die deutschen Bundesligisten. Einschließlich der vergangenen Saison werden die Vereine bis zur Spielzeit 2021/22 etwa zwei Milliarden Umsatzverlust machen, wie Seifert betonte. „Letzte Saison war bestenfalls ein laues Lüftchen, jetzt aber kommt der Sturm.“ Seifert erklärte weiter: „In dieser Saison müssen wir nahezu mit einem Gesamtausfall der Zuschauereinnahmen rechnen.“

Das entspreche einem Verlust von 650 Millionen Euro. Derzeit finden nur Geisterspiele ohne Zuschauer statt. Der Einbruch auf dem Transfermarkt werde zwischen 250 bis 300 Millionen Euro betragen, sagte Seifert weiter. Der Umsatzverlust für die Saison 2020/2021 liege damit etwa bei einer Milliarde Euro.

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