Energiekosten

Mit heimischem Holz heizen Landsleute billiger

Steiermark
08.11.2010 09:05
In der Steiermark gibt es derzeit 12.000 Pellets-, 10.000 Hackschnitzel- und 106.000 Brennholzheizungen - und deren Besitzer können sich ins Fäustchen lachen. Sie verlassen sich nicht nur auf Rohstoffe, die gut und steirisch sind - am Ende des Jahres bleibt auch noch mehr Geld in ihrem Börsel.

Die Landwirtschaftskammer Steiermark hat jüngst überprüfen lassen, wie es mit den Energiepreisen ausschaut. Angenommen wurde der jährliche Verbrauch eines durchschnittlichen Einfamilienhauses. Ergebnis: Holz ist klarer Sieger.

Pellets- oder Hackschnitzelanlagen gefördert
Demnach ist Heizöl um 128 Prozent teurer als Hackschnitzel, kostet um 55 Prozent mehr als Pellets und um 73 Prozent mehr als Brennholz. Erdgas schlägt sich mit 92 Prozent plus zu Buche, wenn es um "Gehacktes" geht, ist ein Drittel teurer als Pellets und gräbt sich um 46 Prozent tiefer ins Börsl als Scheitholz. Wenn nur nicht die höheren Anschaffungskosten wären, hört man da Häuslbauer stöhnen. Da weiß die Landwirtschaftskammer aber auch Hilfe: Es winken 1.400 Euro Förderung pro Pellets- oder Hackschnitzelanlage.

Auch unsere Bauern scheinen die Energieschiene als zusätzliche zu den bereits erfolgreichen - wie Urlaub am Bauernhof, Direktvermarktung und sogar Winterdienst - zu entdecken und vermehrt zu nutzen. Laut Landwirtschaftskammerboss Gerhard Wlodkowski gibt es bereits 550 Hersteller von Holzbrennstoffen. Viele schließen sich auch zusammen und "verkaufen Wärme" als Vollservice, quasi vom Baum zum Kunden. Wlodkowskis Bilanz: "Mit heimischem Brennmaterial bleibt die Wertschöpfung im Land, in der Region - und auch die Bauern haben eine neue Chance."

von Christa Blümel, "Steirerkrone"

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