15.11.2020 18:00 |

Kultur im Lockdown

Klaus Schubert ist ein geschickter Markenverwalter

Klaus Schubert (63), Innsbrucker Hardrock-Urgestein und Gründungsmitglied von „No Bros“, verwaltet nicht nur geschickt seine über die Jahrzehnte aufgebaute Musiker-Marke, sondern wagt sich nun auch mit der Jazz-Größe Florian Bramböck in Jazzgefilde. „Es klingt wie eine Mischung aus Frank Zappa, Miles Davis und Black Sabbath“, lächelt er.

Für dieses ungewöhnliche Vorhaben muss sogar das immer noch intakte Zentrum seines musikalischen Schaffens, No Bros, für einige Zeit in den Hintergrund treten. „Mit deren Album ,Export of Hell‘ aus dem Jahr 2019 ist vorerst einmal alles gesagt“, betont Schubert. Auch ein neues Album des Projektes „Schubert in Rock“, das mit der Platte „Commander of Pain“ zuletzt 2018 auf einem Tonträger zu hören war, stehe derzeit nicht an, fügt er hinzu.

Kooperation mit Florian Bramböck
Stattdessen möchte der 63-jährige Gitarrist und Deep-Purple-Verehrer demnächst mit Florian Bramböck den Sprung ins Studio wagen. „Im Sommer 2020 haben wir uns verstehen und in musikalischer Hinsicht lieben gelernt“, streicht Schubert heraus. Demnächst treffe man sich wieder, um zu improvisieren und zu komponieren, und arbeite insgesamt nach dem von Bramböck ausgegebenen Musik-Motto „Je härter desto lieber“. Spätestens bis zum Herbst nächsten Jahres sollen dann CD und LP der „The Schubert & Bramböck Experience“ käuflich erwerbbar sein.

„Ich komme ja eigentlich von der Nostalgie-Schiene her“, erzählt er. Es gehe ihm diesbezüglich auch darum, die „Marke“ Klaus Schubert zu verwalten und wenn notwendig auch die Nostalgie-Karte einzusetzen. „Das erleichtert einiges“, führt er aus. „Man darf schließlich nicht vergessen, dass ich damals Ende der 70er und Anfang der 80er in einer Pionierzeit der österreichischen Rock- und Popmusik agiert habe“, konstatiert er.

Netzwerk-Produktion „Mia san Österreich“
Viele der damals geschlossenen Freundschaften hielten noch immer und die Netzwerke seien noch immer tragfähig, sagt Schubert. Letztere hat er auch für den gerade erschienenen Song „Mia san Österreich“ aktiviert, an dem sich unter anderem Reinhold Bilgeri, Opus, Waterloo und Wolfgang Ambros beteiligt haben. „Es ist einfach ein mutmachender Song, der Musikern Hoffnung geben soll“, erklärt Schubert die Intention dieses Songs.

Eine Haltung, die er auch selbst beherzigt. „Trotz der derzeit schwierigen Situation trauere ich nicht“, stellt er unmissverständlich klar. Obwohl ihm das Livespielen sehr fehle, wolle er abwarten, bis wieder Rockshows ohne Bestuhlung und ähnlichen Einschränkungen möglich seien.

Markus Stegmayr, Kronen Zeitung

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