13.11.2020 19:00 |

„Kultur im Lockdown“

Ein Weltstar motivierte Pepi Pittl zum Theater

Hunderte von Rollen verkörperte Pepi Pittl in den letzten 45 Jahren. Aber auch als Regisseur machte er sich einen Namen. Aktuell hofft er, dass „Gott und die Regierung gnädig sind“, damit er bald das Stück „Stigma“ in Mils aufführen kann.

Im Jahre 1969 herrschte große Aufregung in Tirol. Hollywood hatte das wildromantische Gschnitztal als Drehort für ein starbesetztes Historienepos, welches zu Zeiten des Dreißigjährigen Krieges angesiedelt ist, entdeckt. In der Nähe der kleinen Ortschaft Trins wurde der Film „Das vergessene Tal“ gedreht. Zu den Dreharbeiten wurden Stars wie Michael Caine, Omar Sharif, Per Oscarsson und Florinda Bolkan eingeflogen. Hier kommt nun auch der damals 23-jährige Pepi Pittl aus Mils bei Hall ins Spiel.

Persönlicher Chauffeur von Sharif
Der gelernte Kfz-Mechaniker war in Steinach am Brenner als Bus-Chauffeur beschäftigt und kam im Zuge dieser Spielfilm-Großproduktion zu der Ehre, persönlicher Chauffeur des Weltstars Omar Sharif zu werden. Natürlich standesgemäß mit einem Rolls Royce. „Durch Omar Sharif, der mich mit nach England nahm, lernte ich Schauspielgrößen wie Peter O‘Toole und Michael Caine kennen. Diese Umgebung und diese Begegnungen motivierten mich selbst Schauspielen zu beginnen“, erinnert sich Pepi Pittl an diesen für ihn richtungsweisenden Punkt in seinem Leben.

Seine ersten Schritte auf den Brettern, welche die Welt bedeuten, machte er bei der legendären Innsbrucker Blaas-Bühne, an welcher er von 1975 bis 1990 an die 100 verschiedene Rollen spielte. „Da ich aber dort kein Geld verdiente, suchte ich einen Beruf, welcher mir auch die Zeit ließ, um meiner Passion nachzukommen. Deshalb wurde ich im Brotberuf Fahrlehrer und lernte hier einen Freund fürs Leben kennen – nämlich den damaligen Bezirkshauptmann-Stellvertreter Christoph Hochenegg.“

Und Freundschaft hat einen hohen Stellenwert bei der heute 74-jährigen Schauspiel- und Regielegende Pittl. So ist er auch einer der wahren Freunde des großen Dramatikers Felix Mitterer, welcher in seiner 2018 erschienenen Biografie „Mein Lebenslauf“ Pepi Pittl nicht nur Dutzende Male erwähnt, sondern ihm zudem ein Kapitel widmet.

Zusätzlich trägt Pittl ein weiteres Talent in sich: Er ist ein einfühlsamer, genauer Regisseur, was er ebenfalls schon unzählige Male bewiesen hat.

Hubert Berger, Kronen Zeitung

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