08.11.2020 09:20 |

Serie an Wut-Tweets

Trump: „Zehntausende illegale Stimmzettel gezählt“

Während sich Joe Biden nach seinem von mehreren US-Sendern prognostizierten Wahlsieg bereits als „gewählter Präsident“ an die Arbeit macht, hat das Team von Amtsinhaber Donald Trump in mehreren Bundesstaaten Klagen gegen die dortigen Wahlergebnisse eingebracht. Den Boden für den juristischen Abwehrkampf hat Trump mit zahlreichen wütenden Tweets aufbereitet. Dort spricht der Republikaner von „Betrug“ und „Zehntausenden illegalen Wahlzetteln“, die gewertet worden seien.

Trump wiederholte am Samstag die bereits geäußerten Vorwürfe, wonach sein Wahlsieg „gestohlen“ worden sei. Als Beweise führt der derzeitige Commander-in-Chief „Tausende am Wahltag zu spät eingelangte und illegale Stimmzettel in Pennsylvania und anderen umkämpften Staaten“ und Vorwürfe von republikanischen Wahlbeobachtern an, die angeblich nicht zur Auszählung zugelassen worden seien.

„Traktoren haben Eingänge zu den Wahlbüros blockiert, die Fensterscheiben wurden abgedunkelt. Schlimme Dinge sind dort drinnen passiert. Es kam zu großen Änderungen“, heißt es in einem anderen Tweet.

Twitter versieht Trumps Botschaften mit Warnhinweis
Beinahe sämtliche Botschaften des Präsidenten wurden mit folgendem Warnhinweis von Twitter versehen: „Einige oder alle der Inhalte, die in diesem Tweet geteilt werden, sind umstritten und möglicherweise irreführend in Bezug auf die Beteiligung an einer Wahl oder einem anderen staatsbürgerlichen Prozess.“

Klageschrift in Maricopa County eingereicht
Auf eine weitere mutmaßliche Unregelmäßigkeit nehmen Trumps Anwälte in einer Klageschrift für den Bundesstaat Arizona Bezug. Laut den Dokumenten an einem Gericht in Maricopa County, dem Wahlkreis der Hauptstadt Phoenix, hätten Wähler am Dienstag von Mitarbeitern in den Wahllokalen in vielen Fällen die Anweisung erhalten, bei der maschinellen Stimmabgabe bestimmte Knöpfe zu drücken. Tausende Stimmen seien dadurch fälschlicherweise abgelehnt worden.

In der Klageschrift wird argumentiert, dass die auf diese Weise nicht gewerteten Stimmen entscheidend für das Endergebnis der Präsidentenwahl im Arizona sein könnten. In dem südwestlichen Staat, der elf Wahlleute zu vergeben hat, lag der designierte Wahlsieger Joe Biden am Samstagabend (Ortszeit) laut mehreren US-Medien rund 21.000 Stimmen vor Amtsinhaber Trump. Zu diesem Zeitpunkt waren etwa 90 Prozent der Stimmen in Arizona bereits ausgezählt.

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