300 Millionen Euro

Land kommt Stadt heuer wieder „teurer“

Der gestern von SP-Stadtchef Klaus Luger präsentierte Subventions- und Transferbericht der Stadt zeigt einmal mehr: Das Land kommt Linz „teuer“. 2019 betrug das gesamte Volumen mit 299,4 Millionen Euro so viel wie noch nie. Und davon gingen allein 138 Millionen ans Land - 4,8 Millionen Euro mehr als noch 2018.

46 Prozent, beinahe jeder zweite Subventions-Euro der Stadt, ging 2019 an das Land Oberösterreich. Ein Umstand, der SP-Stadtchef Klaus Luger Jahr für Jahr sauer aufstößt. Hauptgrund für die 3,6-prozentige Steigerung zum Vorjahr ist der abermals erhöhte Krankenanstalten-Sprengelbetrag, der um 3,6 Millionen Euro auf 63,7 Millionen € angestiegen ist. Vor allem auch die Erhöhung der Zahlungen für die Chancengleichheit, die um 1,3 Millionen auf 27,1 Millionen Euro gestiegen sind, fallen 2019 stark ins Gewicht. 70 Millionen Euro betrugen allein die städtischen Zuschüsse für Kinder- und Seniorenbetreuung.

Fast 20 Prozent mehr für Kinderbetreuung
Davon wurden 38 Millionen € - rund 20 Prozent mehr als 2018 - für die Kleinsten aufgewendet. Bei den Kindergärten fiel das Plus mit 23% am kräftigsten aus, während die Krabbelstuben ein Plus von 21% verzeichneten. Der Anstieg bei den Horten lag bei 10%. „Der Bericht zeigt, dass wir unsere Hausaufgaben vor allem im sozialen Bereich mehr als vorbildlich erledigen“, erklärt Luger, der aber zugleich darauf hinwies, dass der eingeschlagene Konsolidierungskurs bei den Stadtfinanzen nicht mehr eingehalten werden kann.

„Sparkurs während Corona nicht sinnvoll“
„Die Fortsetzung des rigiden Sparkurses wäre in Zeiten von Corona nicht sinnvoll. Dies gilt sowohl für die Hilfestellung für Betroffene als auch für Investitionen in die Wirtschaft“, so Luger.

 OÖ-Krone
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Montag, 14. Juni 2021
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