Weil sie ein Sicherheitsrisiko darstellen würden oder krank seien, will die Asfinag rund 500 Festmeter Holz an der A12 im Raum Zirl fällen. Die Behörden genehmigten das Vorhaben, in Zirl gab es von Vizebürgermeisterin Iris Zangerl-Walser einen Aufschrei.
Ursprünglich für den Winter vorgesehen, sind jetzt schon die Maschinen aufgefahren. Die Gegner sehen ihre Befürchtungen, hier werde ein Kahlschlag stattfinden, eingetreten. „Es hieß, dass nur kranke Bäume weg müssten, jetzt wurden aber fast 100 Prozent aller großen Bäume gefällt“, schüttelt Anrainer und Landwirt Franz Reinhart ungläubig den Kopf. „Und die kleinen Bäume wurden durch die Arbeiten ebenfalls zerstört, im Prinzip sind nur noch Sträucher vorhanden.“
Ähnlich sieht die Situation Zangerl-Walser (VP). „Kranke und gefährliche Bäume entfernen ist ja selbstverständlich. Hier hat man aber tatsächlich einen Kahlschlag gemacht“, sagt die Zirler Vizebürgermeisterin. Und sie sieht noch einen gefährlichen Nebeneffekt der bisher getroffenen Maßnahmen. „An einigen Stellen hat man gesunde Bäume allein auf weiter Flur stehen lassen. Gerade die bedeuten jetzt ein Sicherheitsrisiko, weil der Wind jetzt ungebremst auf sie einwirken kann.“
Viel sinnvoller sei es aus ihrer Sicht, die Maßnahmen in zeitlichen Abständen punktuell durchzuführen und dazwischen aufzuforsten. „Das würde der Hausverstand so gebieten“, meint auch Franz Reinhart. Jeder Landwirt müsse nach diesem Prinzip arbeiten.
„Arbeiten notwendig!“
„Wir haben keinen Kahlschlag gemacht, sondern viele hohe Bäume entnommen, die die Verkehrssicherheit gefährdet haben“, entgegnet Klaus Gspan, Bereichsleiter Betrieb der Asfinag in Tirol. „Das Gebüsch rundherum blieb stehen, nächstes Jahr wird es wieder austreiben. Die Behörde hat die Maßnahmen genehmigt, wir haben im Zuge der Arbeiten außerdem klar gesehen, dass sie notwendig waren", betont Gspan.
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