27.10.2020 17:13 |

Wegen Corona

Steirische Krankenhäuser sind „teilweise am Limit“

Die Kapazitäten in den steirischen KAGes-Spitälern sind nach Auskunft der Steiermärkischen Krankenanstaltengesellschaft „teilweise am Limit“, aber noch könne sowohl Regelbetrieb als auch die Versorgung der Covid-19-Patienten voll aufrechterhalten werden, hieß es am Dienstag. Vorstandsvorsitzender Karlheinz Tscheliessnigg warnte aber: „Wenn die Zahlen längere Zeit so ansteigen, kann es wieder zur Überlastung der Spitäler und folglich zu Verschiebungen im Regelbetrieb kommen.“

Tscheliessnigg appellierte am Dienstag einmal mehr, die Maßnahmen zur Vermeidung einer Ansteckung ernst zu nehmen. Die Lage in den Spitälern sei „verschärft“. Mit Stand Dienstag 7.00 Uhr waren 225 Corona-Patienten in den steirischen Landeskrankenhäusern in Behandlung - 194 davon in einem Normalpflegebett, 31 in einem Intensivpflegebett. Vorgehalten werden von der KAGes an ihren Standorten insgesamt 488 Normal- und 101 Intensivpflegebetten für Covid-19-Patienten.

„Wenn Zahlen weiter steigen, geraten wir ans Limit“
Tscheliessnigg sagte weiter: „Insgesamt sind die Ressourcen vorhanden, man muss aber sowohl die enormen Steigerungen an Infizierten insgesamt, sowie die Steigerung der Bettenbelegung im Auge behalten. Wenn die Zahlen weiter steigen, geraten wir so wie im Frühjahr ans Limit oder darüber hinaus.“ Das hätte zur Folge, dass es wieder zu Verschiebungen in der Regelversorgung kommt und das wolle man in jedem Fall verhindern.

Hotspots in den LKH Wagna, Murtal und Weiz
Die Hotspots der Versorgung seien derzeit das Spital in Wagna und das LKH Murtal. Im LKH Wagna könnten zurzeit keine weiteren Patienten aufgenommen werden, ihre Versorgung sei dennoch gesichert. Die Patienten würden entsprechend ihrer Erkrankung an die LKH-Standorte Deutschlandsberg und LKH Graz-West gebracht. Am LKH Murtal befinden sich 90 Kontaktpersonen (Patienten und Mitarbeiter) der Klasse 1 in Absonderung. Auch im LKH Fürstenfeld-Feldbach nähere man sich der höchsten Covid-Auslastungsstufe, am LKH Weiz wurde sie bereits erreicht.

Stündlich neue Situation
Die Situation ändere sich aber beinahe stündlich, denn durch verbesserte Behandlungsmöglichkeiten könnten immer wieder Patienten von der Intensiv- auf die Normalstation verlegt oder geheilte Patienten gesund entlassen werden. In der KAGes sei man zuversichtlich, „durch die Zusammenarbeit innerhalb der Spitalsstandorte den Worst Case zu vermeiden“. Zudem sei man dabei, im LKH-Universitätsklinikum Graz und am LKH Graz-West zusätzliche Kapazitäten zu schaffen.

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