26.10.2020 15:00 |

Max Simonischek

Vor Schauspielerei als Praktikant bei der „Krone“

Max Simonischek ist der lebende Beweis dafür, dass wahre Schauspieltalente in so gut wie jede Rolle schlüpfen können. Der bodenständige 38-Jährige wurde mit viel Konsequenz zum Publikumsliebling. Vor der Schauspielerei gab er als Praktikant ein Gastspiel bei der „Krone“.

„Krone“: Herr Simonischek, wie definieren Sie den Begriff Heimat? Und fühlen Sie sich bedingt durch Ihr Aufwachsen als Schweizer, Österreicher oder Deutscher?
Simonischek:
Meine persönliche Heimat ist da, wo sich meine Familie und meine vier Wände befinden. Meine künstlerische Heimat suche ich hingegen noch. Aber wahrscheinlich ist man dafür wohl ein Leben lang auf der Suche.

Wie empfinden Sie die aktuelle Film- und Fernsehbranche, die ja einen essenziellen Teil Ihres Lebens darstellt?
Im Moment nehme ich wahr, dass sich die Filmlandschaft wieder erholt hat und auch wieder fleißig gedreht wird. Jedoch bangt das Theater erneut um seine Existenz. Das empfinde ich als Ungleichgewicht und als Ungerechtigkeit, da das Theater, wie wir in den vergangenen Monaten gelernt haben, zwar nicht systemrelevant, aber bildungsrelevant ist.

Im Gegensatz zu vielen Ihrer Berufskollegen, die sich sehr rege in den sozialen Medien bewegen, scheinen Sie diese zu negieren. Weshalb?
Ich stehe am liebsten mit meinem Beruf in der Öffentlichkeit. Es liegt mir grundsätzlich fern, mein Privatleben zu veröffentlichen. Die sozialen Medien gehören zwischenzeitlich – zu meinem Leidwesen – sehr zum Geschäft, wobei Follower-Zahlen oftmals entscheidend für ein Casting sind. Ein Umstand, dem ich mich am liebsten verweigern würde. Instagram nutze ich, um über meine Arbeit und meine Projekte zu berichten.

„Übte Sport lieber aus, als darüber zu schreiben“

Stimmt es, dass Sie vor Beginn Ihrer Schauspielausbildung ein Praktikum bei der „Kronen Zeitung“ machten?
Ja, das stimmt. Nach der Matura im Jahr 2002 absolvierte ich ein Praktikum in der Sport-Redaktion. Das war für mich allerdings etwas ernüchternd, weil ich festgestellt habe, dass ich eigentlich lieber selbst Sport betreibe und eben nicht gerne darüber schreiben mag.

Was bringt die unmittelbare berufliche Zukunft für Sie an neuen Entwicklungen?
Zwei Kriminalfilme, nämlich Kommissar Laim und Sarah Kohr, sind bereits abgedreht, aber es gibt noch keine Sendetermine. Hinzu kommen noch, falls es Corona zulässt, einige Lesungen gemeinsam mit einer Jazz-Sängerin. Spannend wird es für mich im kommenden Jahr. Denn ab März bin ich mit der Oper „Der Freischütz“, in dem ich den Samiel gebe, an der Staatsoper in Hamburg vertreten. Und bei den Bregenzer Festspielen bin ich als „Michael Kohlhaas“ mit dabei.

Zur Person: Max Simonischek ist der Sohn des Schauspielerpaares Peter Simonischek und Charlotte Schwab. Er wurde am 19. Oktober 1982 in West-Berlin geboren. Seine Ausbildung zum Schauspieler absolvierte er am Mozarteum in Salzburg. Der 38-jährige Vater einer knapp zweijährigen Tochter brillierte erst kürzlich am Tiroler Landestheater mit einem von ihm für die Bühne inszenierten Monolog von Franz Kafkas Erzählung „Der Bau“. Anfang kommenden Jahres - genauer gesagt im Jänner und Februar - wird er mit dieser Produktion noch weitere vier Mal an das Tiroler Landestheater kommen.

Hubert Berger, Kronen Zeitung

 Tiroler Krone
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