15.10.2020 16:15 |

Entdeckungsreisen

Digitales Erinnern als regionaler Internet-Hit

Die Webseite „Innsbruck erinnert sich“ bietet seit März informative, spannende, aber auch amüsante Einblicke in die historischen Foto- und Bildbestände des Stadtarchivs und Stadtmuseums Innsbruck. Seit Bestehen der Seite konnten schon über eine Million Zugriffe auf das alte Innsbruck gezählt werden.

Diese sehr hohen Zugriffszahlen sind nicht mehr so erstaunlich, wenn man sich die Zeit nimmt und „Innsbruck erinnert sich“ genauer unter die Lupe nimmt. Man spürt bei diesem Portal zum einen die Freude, welche die Betreiber dabei haben, es mit Inhalten zu befüllen, und zum anderen gewinnt die Seite durch ihre generationenüberschreitenden aktiven Interaktionen eine sympathische und positive Art von „Lebendigkeit“. Einer der geistigen Väter dieser Homepage, der Historiker und Leiter des Stadtarchivs und Stadtmuseums Lukas Morscher erklärt dazu: „Wir wollten nichts Todernstes kreieren, sondern wir wollten etwas machen, was auch Spaß macht. Da wir die Möglichkeit zum Kommentieren schufen, kommt noch folgender Aspekt hinzu: Menschen, auch solche, welche sich nicht kennen, finden anhand von Bildern Gemeinsamkeiten und tauschen diese dann öffentlich aus.“

Viele Rubriken
Auf „innsbruck-erinnert.at“ verbirgt sich hinter Rubriken wie „Stadtleben“, „Bilderalbum“, „Arbeit und Alltag“, „Häuser“, „Menschen“ und „Kanal“ bis hin zum beliebten Rätsel ein aktuell aus 1000 Fotos und Bildern bestehender Schatz an Innsbrucker Geschichte und Geschichten sowie an historischen Informationen. Und dies großteils fernab von Bekanntem wie dem „Goldenen Dachl“ und anderen Sehenswürdigkeiten. Die zum Teil bislang unveröffentlichten Fotos stammen aus Privatbeständen und Nachlässen an das Innsbrucker Stadtarchiv/Stadtmuseum und ermöglichen Entdeckungsreisen durch Innsbruck von jedem internetfähigen Endgerät aus.

Laut Lukas Morscher kommen zum bestehenden Bestand täglich vier neue Bilder hinzu, wobei natürlich jeder, der Fotos aus der Vergangenheit der Tiroler Landeshauptstadt besitzt, diese gerne in digitaler Form dem Stadtarchiv für dieses Projekt zur Verfügung stellen kann. Die ältesten Fotos stammen aus dem Jahr 1870, das neueste vom Oktober 2020. Aber auch die Wissenschafter des Stadtarchivs zehren von der Seite, da in vielen Bereichen, wie etwa beim Thema Verkehr, Straßenbahnspezialisten ihr profundes Wissen in Kommentaren kundtun.

Hubert Berger, Kronen Zeitung

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