11.10.2020 06:00 |

Touristen-Ansturm

Südsteirische Weinstraße: „Wir sind die Gewinner“

Unzählige Touristen stürmen die Südsteirische Weinstraße. „Wir sind die wenigen Gewinner von Corona. Die Steirer sind herzlich und gute Gastgeber“, weiß Tamara Kögl vom gleichnamigen Buschenschank in Ratsch. Für einen Lokalaugenschein hat sich die „Krone“ unter die Massen gemischt.

Zahlreiche Autos auf der Suche nach einem Parkplatz, Dutzende Spaziergänger zwischen den Weinreben und volle Sitzgärten, in denen genau auf die Maskenpflicht geachtet wird - dem Tourismus an der Südsteirischen Weinstraße tut die Pandemie nicht weh. Vielmehr herrscht ein regelrechter Ansturm: Nach dem Lockdown gingen die Buchungszahlen im zweistelligen Prozentbereich hinauf.

„Etliche Leute waren vorher noch nie bei uns zu Gast“
„Wir sind die wenigen Gewinner von Corona. Die Steirer sind herzlich und gute Gastgeber“, weiß Tamara Kögl vom gleichnamigen Buschenschank in Ratsch. Und fügt mit einem Lächeln an: „Neulinge in unserer Region erkennt man sofort, wenn sie Cola, Bier oder Kaffee bestellen wollen. Es ist auffallend, dass etliche Leute vorher noch nie bei uns zu Gast waren.“

„Du siehst die Arbeit eines ganzen Jahres“
Schauplatzwechsel, die „Krone“ besucht Weinbauer Ewald Zweytick in seinem Presshaus. „Zeit, um über Corona nachzudenken, hab ich im Moment nicht. In den nächsten Tagen wollen wir die Weinlese abschließen“, lässt er uns wissen. „Es ist viel Stress, aber auch die schönste Zeit. Du siehst die Arbeit eines ganzen Jahres.“

„Wir sind sehr gut ausgelastet“
Die dritte Station des Lokalaugenscheins ist der „Fischwirt im Urmeer“, der erst Mitte Juli eröffnet und sich bereits jetzt zu einem der Hotspots entwickelt hat. „Wir sind sehr gut ausgelastet, doch bei Gruppenbuchungen haben wir einen leichten Rückgang. Da trauen sich die Leute nicht so richtig“, berichtet Franziska Grossauer-Iberer. Vorgegebene Zeitfenster wie in manch anderen Betrieben der Region braucht man im neuen Szenelokal aber nicht.

Zum Abschluss treffen wir bei einem beliebten Aussichtspunkt die Kärntner Rene und Marco, die sich nach der Quälerei mit dem Mountainbike ihren Sturm verdient haben. „Man erlebt Genuss, Regionalität und die schöne Landschaft.“ Mit einem malerischen Sonnenuntergang über den Weingärten und einer Portion leckerer Maroni endete der Besuch der „Krone“.

Michael Gratzer, Kronen Zeitung

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