11.10.2020 15:45 |

Ultraberglauf 29h

Student Wolfgang Laimer bezwang die Dreifaltigkeit

Der Tennengauer Hobbysportler Wolfgang Laimer (29) bezwang zum Sommerabschluss im Alleingang drei der größten Gipfel in der Umgebung: Hohen Göll, Watzmann und Hochkalter. Dabei war er 29 Stunden durchgehend unterwegs - ohne Schlaf. Nur am Watzmann nickte er kurz ein. Doch nach 15 Minuten ging die Tour bereits weiter.

Wolfgang Laimer startete seinen Dreifaltigkeits-Ultraberglauf erst am Nachmittag – direkt nach der Arbeit. Mit einem Rucksack voller Wasser, Schokoriegel und Energiegels ging es zuerst über den Hohen Göll. „Der schwierigste Teil der Tour kam gleich zu Beginn“, erinnert er sich und erklärt: „Am Ostgrat musste ich klettern und den Mannlgrat, den ich bei Dunkelheit überwand, habe ich zuvor nicht gekannt.“ Die größte Herausforderung stellte für den Studenten dennoch der Watzmann dar. „Dort ist es mir am schlechtesten gegangen“, gibt er zu. Kälte, Erschöpfung und Müdigkeit plagten Laimer. Als er sich für eine kurze Pause hinsetzte, nickte er sofort ein.

Keine Zeit für Schlaf – die Tour ging weiter
Doch schon nach 15 Minuten setzte der Bergsteiger seinen Weg fort. Auf der dritten und letzten Überschreitung, dem Hochkalter, ging es ihm wieder besser. Denn wie auch beim Laufen setzt bei Ultrabergläufen eine Art „Runners High“ ein. „Das kommt in Wellen und man erlebt ein richtiges Wechselspiel der Emotionen“, erzählt Laimer. Am Ende der Tour hatte er 81 Kilometer und 7.600 Höhenmeter in 29 Stunden überwunden. Und er plant bereits das nächste Projekt.

Dreifaltigkeits-Tour auf der Karte

Vorbereitung auf den Ultraberglauf

Neben Design-Studium und Arbeit füllt Laimer jede freie Lücke mit Bergsport. Als Training für seine hochanspruchsvolle Dreifaltigkeits-Tour lief er siebenmal am Stück auf seinen Hausberg – den Schwarzerberg. „Da ging es 13 Stunden auf und ab – das war fast schon meditativ“, lacht der Tennengauer.

Karina Langwieder
Karina Langwieder
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