06.10.2020 08:01 |

Rad-Händlerin warnt:

„Die Einbrecher wussten, wo alles steht“

Wieder ein Einbruch in ein Radgeschäft, wieder mehr als 100.000 Euro Schaden. Es ist der vierte Fall seit Anfang August im Bundesland Salzburg mit gewissen Ähnlichkeiten. „Das waren echte Profis. Sie haben uns davor auch ausspioniert“, sagt Sibylle Wagner von Radsport Wagner in Salzburg-Mülln. Die Chefin warnt nun die Branchen-Kollegen.

„Die Täter wussten, was sie tun“, sagt die Unternehmerin und spricht von Profis. Gezielt stahlen die Einbrecher teure Fahrräder, vorwiegend E-Bikes – mit je bis zu 13.000 Euro Wert. Passiert in der Nacht zum Montag: „Eine Mitarbeiterin hat mich in der Früh angerufen“, erzählt die sichtlich geschockte Besitzerin des Radgeschäftes Wagner im Stadtteil Mülln. Fünf Schlösser haben die Täter aufgebohrt, gelangten über die Lagerräume in das Innere des Geschäftes. „Sie haben sogar die Bewegungsmelder und Überwachungskameras sofort abgedeckt“, ergänzt ein Mitarbeiter.

Täter haben Geschäft ausgespäht
Wagner vermutet, dass die Täter das Geschäft ausgespäht haben: „Sie wollten auch in die Wohnung oberhalb eindringen. Bei unserer Eingangstür haben sie es auch schon probiert. Wir haben bereits dreimal Spuren eines Einbruchsversuches bemerkt.“ Für den Abtransport müssen die Kriminellen mit einem Lkw oder Transporter gekommen sein, vermutet die Chefin. Der Schaden übersteigt die 100.000-Euro-Marke. Die Versicherung wird den Einkaufswert ersetzen, aber: „In jedem Rad steckt unsere Energie.“

Vierter Fall in Salzburg binnen zwei Monaten
Zurzeit sind E-Bikes begehrter denn je - teils gäbe es bis zu acht Monate Vorlaufzeit. Wagner appelliert via „Krone“ auch an Branchen-Kollegen, die Augen offenzuhalten. Es ist der vierte Einbruch in ein Radgeschäft seit Anfang August - alle mit sechsstelligem Schaden. Tatorte waren Zell am See, Uttendorf, Hof und nun Salzburg.

Antonio Lovric
Antonio Lovric
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