25.09.2020 07:30 |

Kein Abmelden möglich

Elektrische Version ersetzt nun den Papier-Impfass

Ob Grippe oder Corona: Impfen ist ein großes Thema wie selten zuvor. Passend dazu startet nun der elektronische Impfpass, der einen besseren Überblick bietet. Die Einführung soll innerhalb kurzer Zeit erfolgen - doch Ärztevertreter sind wegen des Tempos skeptisch. Die „Steirerkrone“ beantwortet die wichtigsten Fragen.

Wie funktioniert der neue E-Impfpass?
Impfungen werden von Ärzten und Gesundheitsstellen künftig in einem zentralen Impfregister gespeichert. Schlüssel dazu sind die E-Card und die elektronische Gesundheitsakte Elga, die ja seit Jahren im Einsatz sind.

Welche Vorteile soll dieses System bringen?
Patienten haben einen aktuellen Überblick über ihren Impfstatus und können über notwendige „Jaukerl“ informiert werden. Der E-Impfpass kann - im Gegensatz zur Papier-Version - nicht verloren gehen und bietet den Behörden einen besseren Überblick über die jeweiligen Durchimpfungsraten. „Ein Ziel ist es ja auch, diese zu erhöhen“, sagt Peter Lehner (Dachverband der Sozialversicherungsträger).

Kann ich mich vom E-Impfpass abmelden?
Nein, das ist nicht möglich. „Wir könnten sonst nicht feststellen, ob es eine Herdenimmunität in der Bevölkerung gibt“, so Lehner.

Werden alte Impfungen nachgetragen?
Das ist im ersten Schritt nicht vorgesehen, ist aber für die Zukunft geplant.

Gibt es den Papier-Impfpass künftig noch?
Es wird ihn laut Lehner zwar noch länger geben, ab dem Jahr 2022 soll er aber sukzessive auslaufen.

Was ist mit Patienten ohne Internet-Zugang?
Für sie soll es Lösungen mit Ausdrucken geben.

Wie erfolgt nun der Start in der Steiermark?
An Bord sind die Impfstellen der Landessanitätsdirektion und der Bezirkshauptmannschaften. Bei den niedergelassenen Ärzten gibt es Zweifel: „Man sollte nicht Corona als Druckmittel für eine Husch-Pfusch-Aktion nutzen“, so Dietmar Bayer (Gesellschaft für Telemedizin), der den E-Impfpass grundsätzlich begrüßt. Der Dachverband würde ihn gerne bis Jahresende in ganz Österreich einsetzen (um auch für eine Corona-Impfung gerüstet zu sein), das hält Bayer für unrealistisch: „Es gibt noch so viele Unklarheiten, auch bezüglich der Software.“ Besser wäre, wie ursprünglich geplant, ein kleines Pilotprojekt, um das System zu verbessern.

Jakob Traby
Jakob Traby
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