03.09.2020 14:17 |

Südoststeiermark

Feuerwehren 16.780 Stunden im Katastropheneinsatz

Im Einsatzzentrum Feldbach zogen am Mittwoch Bezirkshauptmann Alexander Majcan, Leiter des behördlichen Katastrophenstabes, und Bereichsfeuerwehrkommandant Johannes Matzhold eine vorläufige erste Bilanz nach den Unwettern in der Südoststeiermark.

Sechs Gemeinden des Bezirkes Südoststeiermark wurden zum Katastrophengebiet erklärt. Hotspot war der einzige Bezirk Feldbach. Zahlreiche Keller, Straßen und Gewerbebetriebe mussten am 22. und 23.August von Wasser, Schlamm und Geröll befreit werden. „Nur wenn alle Räder gut geschmiert sind, funktioniert die Maschine“, betonte Bereichsfeuerwehrkommandant Johannes Matzhold und lobte die exzellente Zusammenarbeit zwischen Behörden und Einsatzorganisationen.

Zu über 900 Schadenslagen wurden die 110 Feuerwehren mit ihren rund 1500 Kräften alarmiert, wobei vier Personen aus ihrer Zwangslage gerettet werden konnten. Die Feuerwehren standen stundenlang im Kampf gegen die Fluten im Einsatz. Besonders gestaltete sich die Situation im Großraum Feldbach, Gnas und Paldau. Mit 16.780 Stunden erbrachten die unermüdlichen Helfer der 73 Feuerwehren des Bereiches Feldbach und die zusätzlichen Kräfte aus dem Bereich Radkersburg und Leibnitz freiwillig und kostenlos das Gros der Leistungen im Katastropheneinsatz. Würde man diese 16.780 Einsatz-Mann-Stunden einem Stundensatz von 30 Euro gegenüberstellen, so würden diese Einsatzstunden einen fiktiven Gegenwert von über 500.000 Euro entsprechen, welcher unentgeltlich für die Gesellschaft erbracht wurde.

Eines eint die über 5000 aktiven Mitglieder des Bereichsfeuerwehrverbandes Feldbach. Sie helfen ihren Mitmenschen, beschützen deren Leben sowie Hab und Gut. Und das aus reiner Nächstenliebe und Hilfsbereitschaft. Die anwesenden betroffenen Bürgermeister lobten die vorbildliche Zusammenarbeit von Feuerwehr, Bundesheer und mit den landeseigenen Abteilungen. Die Pegel der Bäche und Flüsse sind wieder im Normalbereich, aber die „Wunden“, sprich Schäden, der Unwetter werden noch länger sichtbar sein.

Michael Jakl
Michael Jakl
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