18.08.2020 17:00 |

Umfrage in Tirol

Selbsthilfe: Handy kann Treffen nicht ersetzen

Laut der Selbsthilfe Tirol blieben einige Gruppen während der Krise per Handy in Kontakt. Doch die persönlichen Treffen seien unersetzlich, wie nun eine nicht repräsentative Umfrage ergab.

Schon in der ersten Märzwoche stand für die Selbsthilfe Tirol fest, dass Gruppentreffen nicht mehr länger sicher waren. „Wir haben unsere Räumlichkeiten vorsorglich geschlossen. An Gruppen, die sich außerhalb treffen, erging die Empfehlung, dies vorerst zu unterlassen“, schildert Barbara Vantsch, Leiterin der Selbsthilfe Tirol.

Anfragen kamen erst im April wieder
Einen Monat lang blieb es daraufhin ruhig. „Der Großteil war in dieser Zeit wohl mit sich selbst beschäftigt“, vermutet Vantsch. Doch schon im April trudelten wieder Anfragen ein: „Die Menschen suchten untereinander und auch zu uns den Kontakt.“

Handy-Kontakt ist kein Ersatz
Dies zeigt auch eine nicht repräsentative Umfrage, welche im Mai mit 33 Gruppensprechern sowie 18 Teilnehmern durchgeführt und in der Zeitung „Selbsthilfe wirkt“ veröffentlicht wurde. 45 Prozent gaben an, dass ihnen die Treffen sehr gefehlt haben. Auf die Frage, ob Medien in Zukunft Gruppentreffen ersetzen könnten, antworteten 41 Prozent „Nein, überhaupt nicht“ und 45 Prozent „Eher nicht“.

„Rund 70 Prozent blieben telefonisch in Kontakt, manche auch über WhatsApp-Gruppen. Videokonferenzen waren hingegen eher selten“, informiert Vantsch.

Gruppen wieder aktiv und viele neue Anfragen
Nun sind seit Juni endlich wieder Gruppentreffen möglich. Die Räumlichkeiten der Selbsthilfe stehen unter Einhaltung von Hygienevorschriften, Abstand und einer bestimmten Anzahl an Teilnehmern zur Verfügung. Die Hälfte der Gruppen hat beschlossen, sich erst ab Herbst wieder zu treffen.

Die „Junge Selbsthilfe“, welche bereits zwei Gruppen aufweist, floriert und will auch über den Sommer weiterhin Treffen abhalten. „Wir haben außerdem extrem viele Anfragen für neue Gruppen“, hat die Leiterin der Selbsthilfe Tirol zu berichten, „das Thema ist derzeit aktueller denn je.“

Mirjana Mihajlovic
Mirjana Mihajlovic
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