Etliche Jobs weg

Mattersburg-Aus: „Fiasko nicht in Worte zu fassen“

In Mattersburg herrscht nach DEM Zerfall des Klubs Fassungslosigkeit! Rekord-Torschütze Patrick Bürger verliert sogar seine „Lebensplanung“. Viele offene Fragen bleiben für die Spieler, speziell jene des Amateurteams.

Aus, Schluss, vorbei. Noch vor wenigen Wochen war in Mattersburg die Fußballwelt in Ordnung, als man mit einem furiosen 4:1 über die WSG Tirol den Klassenerhalt fixiert hatte, am Mittwoch wurden bei der Generalversammlung Lizenzverzicht und Konkursantrag beschlossen.

„Unfassbar alles, das Fiasko ist nicht in Worte zu fassen“, fällt es „Urgestein“ Patrick Bürger schwer, seine Gefühle auszudrücken. Keiner hat mehr Bundesliga-Tore für Mattersburg erzielt, nach seinem 58. im erwähnten Schlüsselspiel am 30. Juni hatte Klubboss Martin Pucher dem 33-jährigen Stürmer spontan eine Vertragsverlängerung für ein weiteres Jahr zugesagt. Und auch danach waren die Zukunftspläne Bürgers eng mit dem Verein verbunden: „Ich bin kurz vor Abschluss der UEFA-B-Lizenz, alles war darauf ausgelegt, dass ich nach der Karriere in den Trainerstab des SVM einsteige.“ Jetzt muss sich der Burgenländer, der noch „zwei, drei Jahre spielen will“, völlig neu orientieren.

Etliche Jobs weg
So wie 17 angestellte Mitarbeiter (vom Trainerstab über medizinisches Personal bis hin zu Platzwart, Bürokräften und Social-Media- Betreuerin) sowie die Spieler vom Profi- und Amateure-Kader. Die sind jetzt kostenlos frei und können als vertragslose Spieler wechseln.

Glaubt man. „Da gibt es viele offene Fragen“, weiß Franz Ponweiser, Trainer und Sportlicher Leiter in Personalunion, der zwar am 17. August seinen neuen Job beim ÖFB antritt, den Spielern aber noch so gut wie möglich hilft: „Bei den Profis ist es einfacher, weil die zwei Monate kein Geld gesehen haben, von den Amateuren darf ich aber keinen mehr freigeben, weil ein Konkursverfahren anhängig ist, die Spieler einen Wert darstellen.“ Da ist jetzt der Verband gefragt, um rasch zu verhindern, dass das Desaster auf dem Rücken der Sportler ausgetragen wird.

Wolfgang Haenlein, Kronen Zeitung

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