05.08.2020 08:47 |

Korruptionsverdacht

Ex-Landesvize Uwe Scheuch steht wieder vor Gericht

Der ehemalige freiheitliche Landesvize Uwe Scheuch kennt die Anklagebank des Landesgerichts Klagenfurt: Schließlich wurde er bereits dreimal verurteilt. Gestern musste Scheuch – mit weiteren Angeklagten – wieder darauf Platz nehmen, es geht um ein Sittenbild aus vermuteten Kick-back-Zahlungen und Scheinrechnungen.

Die Anzeige der Korruptionsstaatsanwaltschaft liegt rund sieben Jahre zurück. 50.000 Euro sollen – so der Vorwurf – über das Geflecht von Scheinrechnungen und Kick-back-Zahlungen geflossen sein.

Zweck: Finanzierung von Scheuchs Wahlkampf. Dazu diente auch ein Konto, eröffnet von einem engen Mitarbeiter Scheuchs. Der Ex-Chef einer Ex-Agentur gibt vor Richter Dietmar Wassertheurer und Staatsanwalt Bernhard Weratschnig die Spende zu - aus Sorge um Aufträge.

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Mein 40.Geburtstag war eine Parteiveranstaltung bei mir zu Hause. Privat hätte ich nämlich nie so groß gefeiert.

Ex-Landesvize Uwe Scheuch

Für Scheuchs Anwältin Ulrike Pöchinger nichts sonderlich Verwerfliches: „Was macht mein Mandant da?“ Warum das Geld allerdings den Umweg über einen Mitarbeiter Scheuchs genommen hat, bleibt unbeantwortet. So nebenbei war zu erfahren, dass die Partei (damals das BZÖ) Scheuchs Geburtstagsfeier zahlte und ein eher seltsames E-Bike-Projekt für den Nationalpark platzte. Für heute, Mittwoch, wird ein Urteil erwartet.

Fritz Kimeswenger
Fritz Kimeswenger
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