Malic: „Geben Vollgas“

Mattersburg: „Nicht nur ein, zwei Interessenten!“

Der langjährige Mattersburg-Kapitän Nedeljko Malic zeigt sich optimistisch, dass der Verein auch in der nächsten Saison in der Bundesliga spielen wird! Die Lage sei schwierig, „aber wir sind sehr zuversichtlich“, sagte Malic. „Wir geben wirklich Vollgas.“ Laut der Vereinigung der Fußballer (VdF) haben knapp über zehn Spieler einen gültigen Vertrag. Investoren sollen ante portas stehen ...

Am Mittwoch leitete die Fußball-Bundesliga bekanntlich ein Verfahren beim zuständigen Senat 5 gegen Mattersburg ein. Der durch den Skandal um die Commerzialbank in Misskredit geratene Klub muss bis kommenden Donnerstag darlegen, dass alle für den Erhalt der Lizenz nötigen Kriterien erfüllt sind. Malic, der eigentlich zum Saisonende nach 14 Jahren als Spieler seinen Abschied erklärt hatte, glaubt, dass dies gelingen wird. „Ich denke, es ist auch im eigenen Interesse der Bundesliga, dass Mattersburg der Liga erhalten bleibt. Beide Seiten arbeiten an einer vernünftigen Lösung“, betonte der 32-Jährige.

Nach dem Rücktritt von Klub-Präsident Martin Pucher, der auch Chef der Commerzialbank war, hilft Malic im operativen Geschäft mit und fungiert als Bindeglied zur Mannschaft. Mit seinen Ex-Kollegen sei er „nach wie vor täglich im Austausch. Ich versuche alle zu beruhigen und ihnen die Last zu nehmen“, erklärte er. „Die Jungs vertrauen dem Ganzen. Viele sind eh schon lange dabei und wissen, was es für ein Verein ist, welche Bedeutung er für die Region hat.“

Die Fußballer-Gewerkschaft VdF schätzt die Lage des SV Mattersburg nicht als aussichtslos ein. Zwar haben laut Geschäftsführer Rudolf Novotny nur „knapp über zehn Spieler einen aufrechten Vertrag“, es gebe aber nur wenige Spieler, die unbedingt weg wollen und dem Verein wegen des ausstehenden Juni-Gehalts eine Nachfrist gesetzt hätten. Viele Profis seien „mehr oder weniger in der Warteschleife“, teilweise aber fest in der Region verwurzelt und würden nur im äußersten Fall an einen Abschied denken.

Laut Malic gibt es „genug Interessenten, nicht nur einen oder zwei“, die einen Einstieg als Investor oder als Sponsor überlegen würden. Einer soll Lorinc Meszaros sein: Der Medienunternehmer gilt als reichster Mann Ungarns, wobei er seinen finanziellen Aufstieg vor allem Ministerpräsident Viktor Orban zu verdanken haben soll - mehr Infos dazu gibt‘s hier! „Leider gibt es in den Medien auch viele Gerüchte derzeit“, sagte Malic. „Dadurch werden die seriösen Gespräche, die stattfinden, beeinflusst.“ Man müsse abwarten. „Jetzt in der Situation muss man ruhig bleiben.“ Es sei jedenfalls „noch nichts unterzeichnet“.

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