In Linz:

Neue Ärztezentren als Lösung für Medizinermangel

Linz habe sich beim Hausärztemangel zu einer Krisenregion entwickelt, diagnostizierte die Ärztekammer. Doch zumindest im Stadtzentrum steht Linderung durch eine neue Primärversorgungseinrichtung bevor. Aber auch anderswo in Oberösterreich „zwickt“ es.

137 Vertragsarztstellen (Allgemeinmediziner und Fachärzte) wurden heuer oberösterreichweit bereits ausgeschrieben, für die es bisher allerdings nur 90 Bewerbungen gab: Die Schere wird heuer am Jahresende also ähnlich weit auseinanderklaffen, wie im Vorjahr. Zugleich wächstauch der Pool jenerStellen, die trotz mehrfacher Ausschreibungennicht besetzt werden können. Linz steht da schon mit 7 fehlenden Hausärzten (und zwei fehlenden Kinderärzten) auf der Liste. Aber auch einige Bezirksärzte und zentrale Orte haben chronischen Ärztemangel.

Erste Primärversorgungszentren
Hoffnungen aus Linderung ruhen in sogenannten Primärversorgungszentren. In Oberösterreich gibt es die ersten in Enns, Haslach, Marchtrenk und - als Netzwerk - in Sierning/Neuzeug. Laut Ärztekammer kommt in Linz ab 1. Oktober ein neues PVZ dazu, nämlich in der Stifterstraße im Stadtzentrum. Vier Allgemeinmediziner, darunter eine Frau, werden sich dort drei Kassenverträge teilen und mit weiteren Gesundheitsberufen zusammenarbeiten. Auch in den PVZEnns und Marchtrenk wird jeweils eine neue Arztstelle dazukommen. Weitere Neubesetzungen gibt es in diversen Gruppen praxen im ganzen Bundesland. Wobei sich zeigt, dass beiden Neubesetzungen die klassische Einzelpraxis, egal ob beim Allgemeinmediziner oder beim Facharzt, als Organisationsform zunehmend in die Minderheit gerät.

Neuer Lehrstuhl
Unterdessen rückt an der Medizinfakultät der JKU in Linz die Besetzung des Lehrstuhls für Allgemeinmedizin näher, das Berufungsverfahren läuft.

Werner Pöchinger
Werner Pöchinger
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Sonntag, 09. August 2020
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