19.07.2020 07:00 |

Zwei Steirer-Trainer

Fussball: Steiermark gibt jetzt doppelt den Ton an

Die Steirer geben in der Steiermark wieder den Ton an! Mit der Verpflichtung von Cheftrainer Christian Ilzer für die nächsten drei Jahre setzte Sturm ein klares Zeichen, welchen Weg der Verein künftig gehen will. In Hartberg bleibt alles beim Alten: Erfolgstrainer Markus Schopp, der den TSV sensationell in die Europa-League-Qualifikation geführt hatte, unterschrieb einen neuen Vertrag, bleibt ein weiteres Jahr in der Oststeiermark. Schopp hat aber eine Ausstiegsklausel ...

Robert Pflug, 1992. Lang ist’s her, dass ein Steirer (Interimstrainer ausgenommen) bei Sturm das Zepter als Trainer schwingt. Ilzer signierte einen Dreijahres-Vertrag - gab’s in letzter Zeit nicht oft in Messendorf. Sturm setzt demnach viel auf Steirer-Bua Ilzer. „Er ist dort, wo er hingehört“, sagt Sportchef Andi Schicker, „man spürt bei ihm das Feuer, das er für Sturm hat.“

Zudem legt Ilzer seinen Fokus voll und ganz darauf, was bei Sturm in den nächsten Jahren passiert, er will in der Steiermark was entwickeln. Der internationale Weg steht nicht im Vordergrund. Was am Ende des Tages für den 42-Jährigen aus Puch bei Weiz und gegen den zweiten im Rennen verbliebenen Trainer gesprochen haben soll. Ein deutscher Akademietrainer mit Top-Vita soll der Ilzer-Konkurrent gewesen sein. Geworden ist’s der steirische Weg. „Das macht mich happy“, strahlt Schicker, der viel Geschick im Verhandeln zeigte und einen für Sturm sehr, sehr guten Deal mit der Austria aushandelte.

Ein Jahr mit Klausel
Ein zweiter, mehr als guter Deal ist Hartberg gelungen. Erfolgstrainer Markus Schopp verlängerte seinen Vertrag um ein Jahr. Mit Ausstiegsklausel. Allerdings hatte er die auch in den letzten Jahren im Vertrag verankert. „Deswegen hab ich wenig Bauchweh gehabt“, sagt Sportchef Erich Korherr und schwärmt über seinen Coach. „Markus ist für mich einer der besten Trainer Österreichs, ich bin heilfroh, dass er bei uns ist.“ Schopp schmunzelt: „Meine Mission in Hartberg ist noch nicht beendet. Ich freu mich auf die ein oder andere Europa-League-Partie.“

Daran, dass ihr Trainer eher früher als später den Sprung ins Ausland wagen könnte, will Präsidentin Brigitte Annerl nicht denken. Sie genießt lieber den Moment. „Markus hat die Mannschaft nicht nur sportlich, sondern auch menschlich und sozial weiterentwickelt. Gemeinsam haben wir eine unfassbare Geschichte geschrieben. Wir sind die Antithese zu Salzburg. Wir zeigen, dass man es auch mit einem kleinen Budget weit bringen kann.“

Georg Kallinger
Georg Kallinger
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