02.07.2020 18:37 |

Drama in Jade-Bergwerk

Mehr als 160 Tote bei Erdrutsch in Myanmar

In einer Jade-Mine in Myanmar (vormals Burma) ist es zu einem fatalen Erdrutsch gekommen: Wie die Feuerwehr vor Ort bekannt gab, dürften dabei mehr als 160 Menschen ums Leben gekommen sein. Die Suche nach weiteren Opfern musste aufgrund der heftigen Regenfälle vorerst gestoppt werden. Es werden noch weitere Opfer in den Minen vermutet.

Betroffen ist das Gebiet 950 Kilometer nördlich von Myanmars größter Stadt Yangon, inmitten der größten und lukrativsten Bergbauindustrie der Welt. Auslöser scheinen heftige Monsun-Regenfälle gewesen zu sein, der einen Teil eines 304 Meter hohen Abhangs zusammenfallen ließ.

Ein Video zeigt den enormen Erdrutsch:

Suche nach Opfern vorerst gestoppt
Bis zum Donnerstagabend seien 162 Leichen geborgen worden, berichtete die Feuerwehr auf Facebook. 54 Verletzte seien in nahegelegene Spitäler gebracht worden, hieß es. Weitere Menschen dürften noch in den Minen eingeschlossen sein, die Bergungstrupps mussten ihre Suche wegen heftiger Regenfälle zwischenzeitlich immer wieder einstellen.

Reich an Bodenschätzen
Myanmar ist der größte Produzent von grüner Jade der Welt. In den Minen sind vor allem schlecht bezahlte Wanderarbeiter aus China beschäftigt. Immer wieder kommt es in den Jade-Minen zu Erdrutschen mit Todesopfern. Die reichlichen Bodenschätze in dem Gebiet tragen zur Finanzierung des Bürgerkriegs zwischen der Rebellenarmee aus Kachin - dem nördlichsten Bundesstaat des Landes - und dem Militär bei. Abgebaut werden vor allem Jade, Gold und Bernstein.

Stephan Brodicky
Stephan Brodicky
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