31.08.2004 10:23 |

Herzschmerz

Singles haben viermal höheres Herztod-Risiko

Singles haben ein viermal höheres Risiko für einen plötzlichen Herztod als Menschen, die in einer Beziehung leben, berichten dänische Forscher. "Auch ohne ein Kind im Haushalt zu leben ist ein Risikofaktor", so die Medizinerin Kirsten Melgaard Nielsen vom Aarhus Universitätsspital.
Zu diesem Schluss kommt eine Analyse der Lebensumständevon Personen im Alter zwischen 30 und 69 Jahren, die in der dänischenStadt Aarhus wohnhaft waren und an einem plötzlichen Herztodverstarben. Unter einem plötzlichen Herztod versteht manden Tod innerhalb von 24 Stunden nach dem ersten Auftreten vonSymptomen, ohne andere offensichtliche Krankheitsursachen. Bei14.9 Prozent der untersuchten Personengruppe wurde diese Todesartdiagnostiziert.
 
Arme Singles
"Von allen untersuchten sozialen Faktoren war alleinLeben jener, der am stärksten mit dem plötzlichen Herztodin einem Zusammenhang stand", hob Nielsen den offenbar hohen Stellenwertsozialer Beziehungen in ihren Studienergebnissen hervor. Außerdemneigen Menschen, die allein leben, verstärkt zu Rauchen,Alkoholkonsum und Übergewicht. Singles suchen seltener einenArzt auf und sind in Notfällen mitunter nicht in der Lage,Hilfe zu rufen.
 
Liebe ist gut fürs Herz
Auch eine Schweizer Studie untersuchte den Zusammenhangzwischen Herzkrankheiten und befriedigenden Sozialbeziehungen.Die Wissenschaftler befassten sich mit Paarbeziehungen, in denenein Partner an einer Herzkrankheit litt. "Das Funktionieren einerBeziehung und ein soziales Netz sind ganz wichtige Faktoren fürdas Wohlbefinden von Menschen, die an einer Herzerkrankung leiden",umriss Romy Mahrer-Imhof vom Institut für Pflegewissenschaftenan der Universität Basel die Ergebnisse der Untersuchung.
Donnerstag, 24. Juni 2021
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