19.06.2020 16:45 |

Situation eskalierte

Bremer Polizei tötet mit Messer bewaffneten Mann

Die Polizei in der deutschen Stadt Bremen hat bei einem Einsatz in einer Wohnhausanlage im Stadtteil Gröpelingen am Donnerstag einen Mann erschossen, der mit einem Messer bewaffnet war. In den sozialen Medien kursiert ein Video des tödlichen Polizeieinsatzes. Darin ist zu sehen, wie zwei Beamte in Uniform und zwei in Zivil den 54-Jährigen wiederholt dazu auffordern, dass Messer wegzulegen. Wenig später setzt ein Beamter Pfefferspray gegen den Mann ein, dieser stürmt daraufhin auf den Beamten zu, dann fallen zwei Schüsse. Der Mann erlag wenig später im Krankenhaus seinen Verletzungen. 

Einer der Polizisten richtete die Worte: „Legen Sie das Messer auf den Boden, dann machen wir die Waffen auch weg!“ an den Mann. Dieser reagiert jedoch nicht auf die Aufforderung und stürmt kurze Zeit später auf einen der Beamten zu, der daraufhin das Feuer eröffnet und zwei Schüsse abgibt. Der Mann habe laut Bremer Polizei an einer „psychosozialen Krise“ gelitten. Der Fall entfachte in Deutschland eine Rassismusdebatte.

Polizei schließt rassistischen Hintergrund aus
Die Polizeigewerkschaft betonte jedoch ausdrücklich, dass es keinen Zusammenhang mit der rassistischen Polizeigewalt in den USA gebe. Der Landeschef der Polizeigewerkschaft, Lüder Fasche, sagte: „Ziel ist es immer, nicht schießen zu müssen. Aber manchmal ist es eben doch unvermeidbar.“

Die Hintergründe des Vorfalls sind zurzeit noch unklar. Die Polizei dementierte jedoch Berichte, wonach es sich bei dem Einsatz um eine Wohnungsräumung handelte.

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