10.06.2020 17:30 |

Erzdiözese Salzburg

50 Millionen Euro Einnahmen durch Kirchenbeiträge

Die Erzdiözese Salzburg legte ihren Jahresabschluss 2019 vor. Der ein bereinigtes Ergebnis von 54.000 Euro aufweist. Spannender ist jedoch eine andere Zahl: Die Kirchenbeiträge machten fast 50 Millionen Euro aus und sind im Vergleich zu 2018 wieder gestiegen. Aber: das aktuelle Corona-Jahr bereitet allen große Sorgen.

Einnahmen von rund 59,3 Millionen Euro und ein bereinigtes Ergebnis von rund 54.000 Euro weist der Jahresabschluss der Erzdiözese Salzburg für das Jahr 2019 aus. Die Kirchenbeiträge machen mit knapp 50 Millionen Euro (exakt waren es 49,71 Mill.) genau 83,76 Prozent der Gesamteinnahmen aus und sind im Vergleich zu 2018 um rund 2,8 Prozent gestiegen. „Wir sind dankbar, dass fast 90 Prozent der Katholikinnen und Katholiken in der Erzdiözese Salzburg ihren Kirchenbeitrag rechtzeitig leisten, das ist ein großer Vertrauensbeweis“, sagte dazu Finanzkammerdirektor Cornelius Inama bei der Präsentation der Bilanz.

Ökonom macht sich für Sparmaßnahmen stark

Ein Blick auf die aktuellen Entwicklungen bereite allen Verantwortlichen Sorgen. „Derzeit können wir noch keine klaren Aussagen über die zu erwartenden Finanzentgänge treffen. Wir rechnen jedoch damit, dass es zu deutlichen Rückgängen bei den Einnahmen kommen wird“, sagte Inama. Angesichts der wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronakrise macht sich der Diözesanökonom deshalb für Sparmaßnahmen stark. „Die Diözese muss festlegen, welche Aufgaben für die Zukunft wichtig sind - und worauf man möglicherweise verzichten muss.“

Erzbischof Franz Lackner betont: „Ziel muss sein, das kirchliche Angebot bestmöglich aufrechtzuerhalten. Viele Pfarren, kirchliche und caritative Einrichtungen sind jetzt stärker gefordert als vor der Pandemie. Der Bedarf an Seelsorge, Beratung und sozialer Unterstützung ist groß“, stellte der Erzbischof fest.

Zitat Icon

Viele Pfarren, kirchliche und caritative Einrichtungen sind jetzt stärker gefordert als vor der Pandemie. Der Bedarf an Seelsorge, Beratung und sozialer Unterstützung ist groß.

Erzbischof Franz Lackner

Wieweit dies weiter möglich ist, hängt nicht zuletzt vom Kirchenbeitrag ab.

Die Personalkosten betrugen im vergangenen Jahr rund 35 Millionen Euro, gut 59 Prozent der Einnahmen.

Der Bauaufwand schlug 2019 mit rund sechs Millionen Euro zu Buche. Insgesamt wurden mehr als 100 kirchliche Gebäude mit Zuschüssen bedacht. Die Sanierungen zahlreicher Kirchen, unter anderem in Adnet, Bischofshofen, Bürmoos, Elixhausen, Filzmoos, Flachau, Lamprechtshausen, Maishofen, Maria Alm, Russbach, Saalfelden, St. Michael, Taxenbach und Werfen wurden mit je mehr als 100.000 Euro unterstützt.

Auch Pfarren in Tirol unterstützt

Projekte in Anthering, Bürmoos, Dienten, Eugendorf, Koppl, Mittersill, Neukirchen, Pfarrwerfen, Saalbach, St. Georgen/Pg., St. Gilgen, Straßwalchen, Thalgau, Unken, Werfen und Zederhaus wurden ebenso gefördert. In Pfarren im Tiroler Teil der Erzdiözese wurden zudem zahlreiche Projekte unterstützt.

 Salzburg-Krone
Salzburg-Krone
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Freitag, 03. Juli 2020
Wetter Symbol

Produktvergleiche

Alle Produkte sehen
Ihre Cookies sind deaktiviert. Die Seite wird daher möglicherweise nicht korrekt angezeigt.