Corona:

Spitalsreform: Grünes Licht

In der Corona-Krise konnte sich das „teure“ System der Landesspitäler beweisen. Aus gegebenem Anlass wird deren Strukturierung nun neu aufgestellt - fünf regionale Gesellschaften werden gegründet.

Niederösterreich steht als Flächenland vor ganz anderen Herausforderungen als das nur bevölkerungsmäßig vergleichbare Wien. Das merkt man an der Vielschichtigkeit des öffentlichen Verkehrs genauso wie bei der gesundheitlichen Versorgung. Die Debatten um die teuren Landesspitäler in jedem Bezirk ebbten eigentlich erst durch das gute Management der Corona-Krise so richtig ab. Die 28.000 Mitarbeiter, die in den 27 Kliniken sowie 50 Betreuungseinrichtungen des Landes beschäftigt sind, werden seit Jahresbeginn von der neu gegründeten Landesgesundheitsagentur zentral verwaltet. Genau diese setzt künftig bei der Organisation auf Dezentralisierung: „Die Sicherheit und Verlässlichkeit unserer Kliniken und Pflegezentren fußt stark auf unserem Bekenntnis zu den Regionen dieses Landes“, sagt Vorstand Konrad Kogler. Als Drehscheiben für die jeweilige Versorgung vor Ort sind fünf neue Gesellschaften geplant, die nun Waldviertel, Weinviertel, Mostviertel sowie die Thermenregion und den Zentralraum abdecken. Darüber hinaus wird es noch weitere drei Unternehmen geben: die Personalservice Gmbh, eine Gesellschaft für zentralen Einkauf, Facility Management und IT sowie eine für Beteiligungen. Mit diesen Maßnahmen würde das größte Reformpaket in der Gesundheitsversorgung der Zweiten Republik umgesetzt, die mit der Gründung der Agentur begonnen wurde, heißt es dazu aus dem Büro von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner. Die gemeinsame Planung und Steuerung bei einem gleichzeitigen Bekenntnis zu den regionalen Strukturen des Landes sei ein Meilenstein.

Lage in den Spitälern entspannt sich weiter
Dass Niederösterreich bei der Bekämpfung des Virus einen guten Weg gegangen ist, sieht man auch an den aktuellen Zahlen. Am vergangenen Wochenende gab es lediglich 31 an Corona erkrankte Patienten in den Spitälern, elf davon mussten intensivmedizinisch betreut werden. Am Sonntag wurden allerdings erstmals wieder mehr Neuerkrankungen (14) als Genesungen (13) gemeldet. In absoluten Zahlen bestehe aber kein Grund zur Besorgnis, heißt es. Ärzte und Politiker mahnen aber weiterhin zur Vorsicht: "Die Eindämmung des Virus ist trotz allem Verständnis für die ersehnte Normalität das wichtigste Ziel.

Kronen Zeitung

 Niederösterreich-Krone
Niederösterreich-Krone
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Sonntag, 05. Juli 2020
Wetter Symbol
Niederösterreich Wetter
16° / 29°
wolkenlos
13° / 29°
heiter
15° / 30°
wolkig
14° / 30°
wolkenlos
10° / 26°
wolkig
Ihre Cookies sind deaktiviert. Die Seite wird daher möglicherweise nicht korrekt angezeigt.