17.05.2020 06:00 |

„Wir wurden vergessen“

Aufsteirern-Macher kritisiert Regierung scharf

Mit seinen Partnern von ivents zeichnet er für das „Aufsteirern“ veranwortlich: Im Interview mit der „Krone“ kritisiert Markus Lientscher die fehlende Unterstützung für die Eventbranche.

Die wohl wichtigste Frage vorweg: Wie sieht es heuer mit dem Aufsteirern in Graz aus?

Wir arbeiten im Hintergrund an einem Plan, wo wir versuchen, uns an die Gegebenheiten anzupassen. Das große Problem dabei ist, dass wir nicht wissen, was im September Sache ist. Der von der Regierung präsentierte Fahrplan reicht aktuell ja nur bis August.

Zu Beginn der Krise hat der Bundeskanzlerversprochen, dass niemand zurückgelassen wird - wie geht es Ihnen zwei Monate später mit diesem Versprechen?

Ich muss sagen, dass uns die Verantwortlichen des Landes Steiermark und der Stadt Graz wirklich ungemein unterstützen - mit ihnen stehen wir auch in einem regen Austausch. Von der Bundesregierung bin ich aber enttäuscht. Ja, die Pressekonferenz am Freitag war ein Schritt in die richtige Richtung. Aber auf uns Veranstalter im Eventbereich wurde wieder vergessen - soweit ich das verstanden habe, gelten die Regeln ja nur für Veranstaltungen mit sitzendem Publikum. Ich kritisiere ausdrücklich nicht die Maßnahmen zur Eindämmung des Virus, aber wir brauchen jetzt endlich Hilfe.

Was fordern Sie genau?

Wir brauchen Direkthilfen über einen längeren Zeitraum. Man darf ja nicht vergessen, dass allein das Aufsteirern eine Wertschöpfung von 10,4 Millionen Euro im Jahr lukriert - für den Staat sind das Steuereinnahmen von 2,9 Millionen Euro. Irgendwie hat es sich offenbar noch nicht bis nach Wien durchgesprochen, wie wichtig diese Branche für das Land geworden ist und wie viele Menschen da arbeiten.

Wie sehr wurde Ihre Agentur von der Krise getroffen?

Wir haben bisher sechs größere Kundenevents absagen müssen, haben Kurzarbeit für alle Mitarbeiter angemeldet. Das Schwierigste ist aber die Ungewissheit, wie es weitergeht.

Marcus Stoimaier
Marcus Stoimaier
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