10.05.2020 13:14 |

Hallein

Lässt sich Millionenprojekt noch stoppen?

Die Sanierung zweier Wohnhäuser lässt in Hallein die Wogen hochgehen. Die Kosten hierfür sind explodiert. Bürgermeister Stangassinger will das Millionenprojekt vorzeitig stoppen - was so einfach nicht werden dürfte.

„Smart City“. Das Projekt zur Sanierung von zwei stadteigenen Wohnhäusern aus den 1940er Jahren hat einen schmissigen Namen - kostet Hallein jedoch ein Vermögen. 2,3 Millionen Euro hätte der Umbau samt energieeffizienten Fassaden kosten sollen. So beschoss es die Gemeindevertretung im Jahr 2017. Mittlerweile kostet das Projekt der Stadt 3,5 Millionen Euro. Sanierungsarbeiten gab es bislang erst in einem Haus - und selbst diese sind noch nicht abgeschlossen. Politische Beschlüsse für die Mehrkosten? Fehlanzeige.

Bürgermeister will raus aus Verträgen

Bürgermeister Alexander Stangassinger (SPÖ) - seit 2019 im Amt - möchte das Millionenprojekt möglichst rasch stoppen. „Wir prüfen rechtlich, ob wir aus dem Vertrag aussteigen können und wie viel uns das kosten würde“, sagt Stangassinger. Eigentlich ist im Vertrag die Sanierung des zweiten Hauses vorgesehen. „Vielleicht gibt es auch die Möglichkeit, die zweite Hausfassade deutlich günstiger zu sanieren“. sagt Stangassinger. 

Suche nach den Gründen für Kostenexplosion

Der Grund für die extremen Mehrkosten ist noch unklar. Amtsdirektor Erich Angerer hat einen Prüfbericht verfasst, den es nun zu analysieren gilt. Auch Hofrat Herbert Prucher - er reformiert die Stadtverwaltung - soll den bisherigen Projektverlauf noch einmal unter die Lupe nehmen.

ÖVP-Vizebürgermeister Florian Scheicher will in der Causa nichts überstürzen. „Ich kenne den Prüfbericht noch nicht. Wurde es so teuer, weil es technisch nicht anders möglich war? Oder gab es eine Fehlplanung bei der laufenden Projektbegleitung - dieser könnte man entgegen wirken“, sagt Scheicher.

Nikolaus Klinger
Nikolaus Klinger
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